Träume in grau

Die Uhr

Die Uhr tickte.
Es war eine dieser großen runden Bahnhofsuhren. Weißes Ziffernblatt, schwarze Zeiger. Nichts besonderes. Aber laut. Ohne Zweifel. Sie zeigte jetzt kurz vor zwölf.
Er zog seinen Mantel aus und setzte sich auf die Bank. Bequem war es nicht, doch immer noch besser als zu stehen. „Besser schlecht gesessen als gut gestanden“ schoß es ihm durch den Kopf, und er musste ob dieser „Verbesserung“ des alten Sprichwortes schmunzeln. Dann kramte er in seiner Manteltasche, holte eine zerknitterte Packung Zigaretten heraus und zündete sich eine von ihnen an. Der erste Zug war immer der Beste, und er inhalierte den blauen Qualm tief, bevor er ihn in die Luft entsandte.
Die Uhr tickte.
Er folgte dem Sekundenzeiger mit seinem Blick. Das war ohnehin interessanter als der Rest seiner Umgebung. Er saß in einem trostlosen Gang – graue Wände, kalte Fließen am Boden, ein kachelartige Styroporverkleidung an den Decken, nur unterbrochen durch Einsparungen für die Neonröhren, die ein kaltes Licht auf den Flur warfen. Er war oft hier, nahm auf der weißen Blechgitterbank platz und rauchte eine Zigarette. Er klopfte etwas Asche ab und nahm noch einen genüsslichen Zug.
Die Uhr tickte.
Tief in seinem Inneren formte sich ein äußerst alberner Gedanke. Er war kein Mann alberner Gedanken. Er war sein Lebtag korrekt gewesen – pünktlich, ehrlich, fleißig und loyal. Er hatte seinen geistigen Horizont stets in überschaubaren Bahnen gehalten, ohne sich jedoch soweit einzuschränken, als daß seine Interessen zu kurz gekommen wären. Er war es also nicht gewöhnt, sich alberne Gedanken zu machen. Jetzt aber fragte er sich, ob die Uhr sich wohl langweile… dieses beständige „Tick… Tick…“. Jeden Tag die gleiche Arbeit und keine vernünftige Mittagspause. Er schob den Gedanken sofort beiseite, ehe er wirklich greifbar wurde. Für so etwas hatte er keine Zeit. Er schüttelte seinen linken Fuß, um etwas Asche, die auf seine Fußspitze gefallen war, zu entfernen. Dann zog er noch mal an seiner Zigarette.
Die Uhr tickte.
Während er in seine albernen Gedanken versunken ständig auf den Sekundenzeiger gestarrt hatte, hatte er längst aufgehört, die tatsächliche Uhrzeit zu realisieren. Als er sich also wieder einen Blick für das Ganze aufzwang, war er unangenehm berührt, als er feststellte, daß Zwölf Uhr bereits vorbei war. „Verdammt, ich komme noch zu spät!“ sagte er zu sich selbst. Er drückte die Zigarette achtlos in einem Aschenbecher, der an der Bank angebracht war, aus, zog den Mantel über und ging dann raschen Schrittes den Gang hinunter.
Die Uhr tickte.
Sie sah dem Mittdreißiger mit dem beigen Trenchcoat noch eine Zeitlang nach – solange, bis er um eine Ecke des Ganges gebogen und Ihrem Blickfeld entschwunden war. Sie hatte einen albernen Gedanken – ob es für ihn nicht langweilig wäre? Jeden Tag von Viertel vor Zwölf bis Zwölf Uhr dort unten auf der weißen Blechgitterbank zu sitzen und eine Zigarette zu rauchen… Sie schob den Gedanken sofort beiseite.
Und die Uhr tickte.

Schwarz-Weiß-Film

Es ist ein Schwarz-Weiß-Film.
Er haßt Schwarz-Weiß-Filme. Er kennt keinen einzigen Schwarz-Weiß-Film der ihm gefallen hätte. Schlechte Effekte, nicht nachvollziehbare Handlungen… Und dann sind ganz viele auch noch ohne Ton. Er hat nie verstehen können, wieso Menschen vor 80 Jahren freiwillig ins Kino gegangen waren – auch wenn sie es damals nicht anders kannten.
Ein langer Tunnel, dann ein Ärzteteam und eine schwer atmende Frau. Überall ist Blut. Laute Maschinen scheinen die Frau am leben zu halten. Die Luft schmeckt steril und ist eiskalt. Dann ein Schlag.
Ein graues Gemäuer. Er hat es oft gesehen, ist aber immer daran vorbeigegangen. Eine riesige Menschen-Ansammlung. Kinder, Erwachsene. Er kommt sich verloren vor. Geführt in einen großen Raum. Eintönigkeit, Stühle und Tische symmetrisch aufgereiht.
Mit 15 fängt er an zu rauchen. Warum, weiß er nicht. Er steht in einer Ecke des Schulhofes, versteckt sich vor den Lehrern.
Liebschaften. Er hat nicht so oft gebrochene Herzen auf seinem Weg zurückgelassen, wie ihm das seine gebrochen wurde. Die „Frau für´s Leben“ – wahrscheinlich nur eine Legende – ist nicht dabei. Das weiß er jetzt.
Ein anderes Gemäuer. Größer diesmal. Mit Schornstein. Er arbeitet. Macht einen guten Job. Wird befördert. Verdient viel Geld. Zieht um.
Er steht morgens auf. Putzt sich die Zähne. Duscht dann. Es ist jeden Morgen eine schwere Entscheidung – will er zuerst den fauligen Geschmack oder den starrenden Dreck seines sinnlosen Lebens loswerden? Eigentlich ist es egal, abends ist es wie vorher.
Er steht morgens auf. Geht die Treppe hinunter. Geht auf die Straße. Geht zur Arbeit. Abends geht er nach hause. Sieht fern, trifft sich mit Freunden, sieht sich Videos an. Oder sitzt am Computer. Internet.
Einmal ist er mit einer Freundin im Kino. Nichts Besonderes. Sie sind Freunde. Doch es war ein schöner Abend. Darum sieht er ihn.
Er steht morgens auf. Geht die Treppe hinunter. Geht auf die Straße.
Er schlägt die Augen auf.
Sieht den LKW auf sich zurasen.
Der Film ist vorbei.
Ende.

Der Dachstuhl

Er saß in seinem Dachstuhl. Am Fenster. So, wie er es oft tat. Das Fenster war klein, und es hätte etwas Wasser und Reinigungsmittel verdient gehabt. Doch man bekam nicht immer das, was man verdiente. Eine Lektion, die er gelernt hatte und die er nun auch seinem Haus beibrachte.
Hätte er seinen Blick schweifen lassen, welch wunderbare Erinnerungen hätte er gefunden. Der Dachstuhl war gleich einer Schatzkammer – alles, was ihn jemals bewegt hatte, fand er hier. Der alte Webstuhl, an dem seine Urgroßmutter immer gesessen hatte, wenn er sie besucht hatte. Der Webstuhl stand in einer Ecke des Raumes, neben einem Karton, in dem die Rute aufbewahrt war, mit dem seine Urgroßmutter ihn immer geschlagen hatte, wenn er sich ungezogen benommen hatte. Das Bild seines Großvaters, den er nie kennengelernt hatte. Die alte Schreibmaschine seiner Mutter, noch mechanisch. Er selbst hatte sie nach ihrem Tod hier herauf getragen – er hatte einen Computer, brauchte das alte Ding nicht mehr. Er hatte sie hinter sich gelassen, wie so vieles anderes in seinem Leben.
Er seufzte. Er war sich der Last der Jahre, die um ihn herum aufbewahrt waren, durchaus bewußt – auch wenn er sich nicht umsah. Er hatte bereits lange Stunden hier verbracht, auch damit, die alten Sachen zu durchforsten. Doch sie gaben ihm nichts mehr. Seine Erinnerungen waren ihm egal. Er jagte jetzt anderen Empfindungen nach, neuen Gefühlen, die er noch nicht kannte.
Seine Kamera war auf einem dreifüßigen Stativ vor ihm aufgebaut. Er saß seit heute Morgen hier – es war bereits später nachmittag – und machte Fotos von der Straße. Er hatte viele Tage hier gesessen und auf Polaroid festgehalten, was andere empfanden… Heute war es ergiebig gewesen. Ein Kind weinte, weil es einen roten Ballon, den es bei sich hatte, achtlos losgelassen und ihn dem Wind anvertraut hatte. Ein junges Pärchen küßte sich, unten an der Parkbank. Zwei alte Herren saßen auf ihrem Balkon und spielten in der warmen Mittagssonne Schach. Eine junge Frau schob einen Kinderwagen über die Straße. Er seufzte wieder.
Als die Sonne unterging, verließ auch er seinen Platz. Die Lichtverhältnisse waren jetzt zu schlecht für seine wertvollen – gestohlenen – Erinnerungen. Er baute sorgsam seine Kamera ab und trug sie in seine kleine Dunkelkammer. Entwickeln würde er heute nicht mehr. Der Tag hatte ihn traurig gestimmt.
Er setzte sich in seine Bibliothek. Die Regale waren gut gefüllt mit weit über hundert Foto-Alben. Er sucht eines heraus mit dem malerischem Titel „Ein Tag am See“ und schwelgte in Erinnerungen.
Erinnerungen, die nicht die seinen waren…

Grau

Grau.
„Nur eine Farbe“ sagst Du.
Aber denkst Du das auch? Fühlst Du es? Glaubst Du es?
Grau ist so viel mehr.
Ein Tag kann grau sein.
Ein Leben kann grau sein.
Ja, das ganze Lebensgefühl.
„Trist.“
„Trostlos.“
„Monoton, eintönig.“
Du denkst das wären die „passenderen Vokabeln“?
Die besseren Vokabeln, um das zu beschreiben, was ich meine?
Stimmt, Du hast ja so recht… warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Sieh doch einfach einmal aus dem Fenster.
Der Himmel ist wolkenverhangen, matt strahlt die Sonne hinter der dicken Wolkenschicht… das Wetter ist grau.
Genauso wie die Tage an denen Du aufstehst, duschst, zur Arbeit gehst, etwas ißt und Dich anschließend wieder schlafen legst.
Der Alltag eben.
Der Alltag, den Du nur mit einer gehörigen Portion Alkohol vergessen kannst.
Belüg´ Dich doch nicht selber.
Grau.
„Nur eine Farbe“ sagst Du.
Wir wissen es doch beide besser.

War was?

Krankenhäuser. Kannte man eines, kannte man alle. Das wußte er, denn er hatte schon einige gesehen. Er war mal wieder in einem. Nur zu Besuch. Ein Freund hatte einen „Unfall“ – eine dumme Sache mit einem Messer und seinen eigenen Pulsadern. Naja, er hatte überlebt – das war wohl die Hauptsache.
Während er wartete, betrachtete er den Flur.
Weiß gestrichene Wände. Alle Krankenhäuser hatten weiß gestrichene Wände. Ab und zu ein Bild an der Wand – größtenteils dieser „moderne Kunst“-Quatsch, den kein normaler Mensch ertragen konnte. Die in regelmäßigen Abständen angebrachten Neonröhren warfen auch nur weißes Licht auf die Szenerie. „Etwas Farbe könnte diesem Krankenhaus gut tun“ dachte er bei sich.
In diesem Moment wurde die Eingangstür aufgestoßen. Ein nervös auf- und ablaufendes Ärzteteam und ein paar Schwestern schoben eine auf Rollen montierte Liege. Auf der Liege lag ein wild zuckender Körper. Eine Schwester hielt eine Kanüle in der Hand, die mit einem Schlauch mit dem Kopf des blutverschmierten Körpers verbunden war. Zwei Schwestern und einer der Ärzte hielten blutrot gefärbtes Verbandsmaterial auf die Arme des Opfers gepreßt. Während die Kolonne an ihm vorübereilte konnte er Wortfetzen wie „schwere Blutung“ – „unregelmäßiger Pulsschlag“ – „furchtbarer Unfall“ und „bereiten Sie den Saal vor“ aufschnappen. Eine Schwester hielt bereits die Zwischentür des Flures, die zur Intensivstation führte, auf. Sekunden später war die ganze Kolonne genauso schnell verschwunden, wie sie erschienen war. Fast wie ein Spuk.
Er blickte den Flur entlang zur Tür. Eine kräftige Blutspur zog sich über den Boden entlang. Einige Spritzer hatten sogar die Wände verschmutzt. „Nein,“ dachte er bei sich, „Farbe bekommt diesem Krankenhaus eigentlich doch nicht“.
Er wandte den Blick ab und war froh, als er endlich zu seinem Freund vorgelassen wurde. Als er eine Stunde später wieder gehen mußte – länger ließen ihn die Schwestern nicht bleiben, da der Zustand seines Freundes noch immer kritisch war – war der Flur bereits wieder gesäubert worden.
Weißer Boden, weiße Wände, weißes Licht.
Krankenhäuser. Kannte man eines, kannte man alle.

Sommerregen

Sie saß alleine auf dem Marktplatz. Im Schneidersitz. Der Platz war verdunkelt – schließlich war es Nacht, und um diese Uhrzeit sollte niemand mehr hier sein. Der schwache Schein der Straßenlaternen, die die nahegelegene Straße säumten, reichte nicht aus, um den Platz auch nur in Ansätzen zu erhellen. Und die drei Gußeisernen, die dreieckig im Zentrum des Platzes angeordnet waren, waren nicht angeschaltet. Wie ich eben erwähnt hatte, sollte schließlich niemand mehr hier sein. Vielleicht machte es gerade dieser Umstand für sie so interessant hier zu sein. Etwas verbotenes, ja, geradezu anrüchiges zu tun – und gleichzeitig etwas so herzerfrischendes. „Ein Mädchen wie sie sollte so etwas nicht tun“ würden die Leute sagen. Wenn sie es wüßten. Denn – da niemand mehr hier sein sollte, war auch sonst niemand da. Die einfache Logik einer einfachen Bevölkerung.
Sie streckte ihre Beine aus. Der Schneidersitz wurde unbequem. Sie rieb sich kurz über das Schienbein, dann lehnte sie sich wieder zurück. Atmete tief ein. Die Luft duftete gut – es war den ganzen Tag sehr schwül gewesen, und nun lag Regen in der Luft. Ein Wärmegewitter. Als schließlich der erste Tropfen vom Himmel fiel und seinen Weg zielstrebig auf ihrer Stirn vollendete, kam es ihr vor wie Schnee in der Wüste. Dann durchzuckte ein heller Blitz den dunkelblauen Nachthimmel, dicht gefolgt von einem ohrenbetäubenden Donner. „Emotion“ schoß es ihr durch den Kopf. Sie hörte, wie eine Jalousie eilig geschloßen wurde. Dann blitzte es wieder. Sie versuchte die Sekunden zu zählen, doch bevor der Donner ihr Ohr erreichte, setzte der Regen in seiner vollen Gewalt ein. Binnen weniger Herzschläge war ihre Kleidung komplett durchnäßt, und in dem gewaltigen Prasseln verlor sich sogar der Donner. Sie legte den Kopf in den Nacken und genoß jeden einzelnen Tropfen, der auf ihrem Gesicht, ihren Beinen und ihren Armen abperlte. Und beobachtete den Nachthimmel, der nur noch eine einzige Kakophonie aus Licht, Lärm und Wasser war. Doch genauso schnell, wie der Spuk begonnen hatte, war er auch schon wieder vorbei. Mit einem Mal setzte der Regen aus und die Lichtblitze nahmen deutlichere Konturen an, was ihr verriet, das das Gewitter sich verzog. Endlich fähig, die Sekunden zwischen Blitz und Donner zu zählen, stellte sie enttäuscht fest, das sie bis zwanzig kam. Zwanzig Kilometer. Sie lehnte sich zurück.
Fünf Minuten später fuhr ein Wagen auf den Marktplatz. Ein schwarzer Passat. Sie kannte ihn gut – es war der Wagen ihres behandelnden Arztes. Fast tat er ihr Leid – schließlich war es seine Pflicht, die in seine Obhut in der Psychatrie überwiesenen Patienten zu versorgen. Doch sie wollte nicht immer in der Klinik sein…
Doch für heute mußte es wohl reichen.
Sie stand auf und stieg in den Wagen.

Schokolade macht glücklich

„Kennen Sie diese streßigen Tage? Also, ich kenne sie. Man steht morgens auf – eine halbe Stunde eher, denn es gibt ja so vieles zu erledigen – und geht frisch geduscht zur Arbeit. Es fängt mit einer Terminarbeit an, die unbedingt bis 10 Uhr morgens auf dem Tisch des „Chefs“ sein muss. Und abends hört es auf mit dem normalen Papierkram – Ablage, ein Fax versenden. Etc. pp. Langweilig. Zwischendurch haben Sie drei bis vier verschiedene Sachen unters Volk – unter Ihre Kollegen – gebracht.“
„Na und?, fragen Sie. Solche Tage kennt jeder, sagen Sie. Und wissen Sie was? Recht haben Sie. Jeder kennt solche Tage, Tage an denen man sich überfordert fühlt, an denen man abends total ausgepowert nur noch ins Bett fällt. Aus diesem Grund hat die Menschheit auch irgendwann so etwas wie Hobbies erfunden – zum Ausgleich zur Entspannung.“
„Ich liege in meinem Bett. Starre an die Decke. Mein ganzer Körper schreit nach Schlaf, aber – um ehrlich zu sein – ich bin zu erschöpft, um einzuschlafen. Klingt paradox, nicht wahr? Ach, wir sind mal einer Meinung. Schön. Reden wir weiter. Meine Hände zittern, obwohl sie ganz ruhig liegen. Sie zittern immer, wissen Sie? Nein, das ist nichts schlimmes. Stört ein bisschen beim Kaffee trinken…“
„Ich greife zur Seite, nehme mir ein Stück Schokolade. Schokolade macht glücklich, heißt es. Kennen Sie den Spruch? Angeblich soll Schokolade irgendeine Hormonbildung anregen oder so. Ich habe mich nie wirklich für die Gründe interessiert. Langweilige Theorie. Vollmilch ist mir die liebste. Und Ihnen?“
„Meine Hände zittern noch immer, ein ermatteter Blick auf die Uhr verrät mir, das es weit nach Mitternacht ist. 3 Uhr 22. Egal. Wieviel schlafen Sie? 8 Stunden? Manchmal auch etwas mehr, hm? Sie Glücklicher. Schäfchen zählen? Oh nein, das bringt nichts. Welche Zahl kommt denn nach den Billiarden? In der Größenordnung rechnet doch niemand, das merkt sich keiner, wenn die Schule mal vorbei ist… wissen Sie´s?“
„Träumen Sie eigentlich? Ich träume nie. Obwohl ich mal gelernt habe, das man immer träumt – man kann sich nur nicht daran erinnern, wenn man nichts davon weiß. Es ist schade, wenn man nicht träumt. Sie wissen nie, was Sie vielleicht grade verpasst haben. Nein, tagsüber träume ich auch nicht… Keine Zeit für solche Kindereien…“
„Warum ich Ihnen das alles erzähle? Entschuldigen Sie bitte, ich wollte Sie nicht langweilen…“

Ein typischer Abend

Es war einer dieser typischen Abende. Musik, Bier, Cola und Chips. Dazu ein paar Freunde, die Spaß haben wollten – und ihn auch hatten, keine Frage. Die Luft war rauchgeschwängert. Dicke Zigarren wurden gepafft, hauptsächlich hielten sich die meisten Raucher aber an ihre gewohnten Zigaretten. Als die Stunde fortschritt – und die Köpfe der Anwesenden ungefähr so benebelt waren, wie der Raum selber, kam dem Gastgeber eine Eingebung. Einer fehlt, schoß es ihm durch den Kopf. Direkt mußte er innerlich grinsen, es war der Spruch aus der alten Ültje-Erdnüße-Werbung. Dennoch, er hatte recht. Einer aus der Truppe fehlte noch immer – und es war sonst gar nicht seine Art, eine gute Party zu verpassen.
Es regnete. Das war typisch, dachte der Priester. Wenn junge Leute beerdigt wurden, regnete es fast immer. Dennoch war eine große Schar Menschen beisammen gekommen. Auch das war typisch – alte Sterbende hatten oft selbst schon viele Freunde und Verwandte zu Grabe getragen. Junge hatten dazu nicht die Chance. Auch ihn nahm es immer mit. Die Eltern weinten bitterlich am Grab, viele Freunde waren dabei, jeder mit einer Blume in der Hand. Als sich die Gesellschaft auflöste, begannen die Totengräber ihr trauriges Handwerk.
Es sollte einer dieser typischen Abende werden. Musik, Bier, Cola und Chips. Dazu ein paar Freunde die Spaß hatten. Die Zigarren sollten gepafft, viele Zigaretten geraucht werden. Er saß in seinem Auto, freute sich an den Dingen, die da kommen würden. Er fuhr schnell, war spät dran. An einer Kreuzung kollidierte er mit einem Fahrzeug, das ihm die Vorfahrt nahm. Er war sofort tot.
Wo ist er eigentlich, fragte der Gastgeber. Seine Freunde sahen auf, überlegten kurz. Es ist sonst gar nicht seine Art, eine gute Party zu verpassen. Er wird sicher noch kommen.
Es regnete. Der Gastgeber stand vor dem noch frischen Grab. Ständig spukte ihm die Frage durch den Kopf – was wäre gewesen, hätte ich nicht einen dieser typischen Abende veranstaltet…

Moment verweile

Er saß alleine vor seinem Handy. Es war sein Handy – schon ein etwas altmodisches Stück, aber alleine deswegen schon mochte er es. Er hatte nie verstanden, warum man immer den modernsten Entwicklungen hinterherjagen sollte. Ein Handy mit Kamera oder ein Handy mit der Möglichkeit, Spiele aus dem Internet zu laden. Was sollte man mit einem Handy tun? Telefonieren, genau. Vielleicht ab und zu eine SMS schreiben – das war auch schon alles.
Er hatte seinen Abend verschwendet. Tat das immer. Der Job war hart, die Welt ungerecht. Seine Abende zu verschwenden gab ihm ein gutes Gefühl. Ein wenig Freizeit so genießen, wie er es wollte. Viel Freizeit hatte er ohnehin nicht. Sorgenfalten standen auf seiner Stirn, sie waren immer dort. Sie waren dort eingegraben, wie sich ein Fluß nach jahrhundertelanger Arbeit einen Weg durch einen steinigen Canyon gegraben hatte. Er mochte den Vergleich. Er mochte sogar Flüße. Am liebsten waren ihm aber die Canyons.
Das Zimmer war abgedunkelt. Ein paar kleine Lichter leuchteten – das rote Stand-By-Leuchten seines Fernsehers, die grüne Digitaluhr seiner HIFI-Stereo-Anlage. Außerdem noch ein kleines Teelicht, das vor ihm stand. Nach einem verschwendeten Abend wollte er nun noch die Nacht verschwenden. Aber etwas war anders als sonst. Die Entspannung wollte sich nicht recht einstellen.
Er saß alleine vor seinem Handy. Und starrte es an. Er wartete auf eine Nachricht von ihr. Ein Anruf. Oder eine SMS. Obwohl es schöner gewesen wäre, ihre Stimme zu hören. Er legte sich auf den Rücken und versuchte, Zeit verstreichen zu lassen.
Als er erwachte, waren rund 35 Minuten vergangen. Sein erster Gedanke galt ihr – so wie es der letzte getan hatte. Ein kurzer Blick auf das Display – „Eine Kurzmitteilung erhalten“. Während er den Gute-Nacht-Gruß las, lächelte er still vor sich hin. Der Abend war nicht verschwendet gewesen. Ebensowenig die Nacht. Jetzt hatte alles Sinn.
Er legte sich schlafen. Das Handy neben das Kopfkissen.
Moment verweile.
Du bist so schön.

Manchmal…

Manchmal sitze ich in einer kalten Nacht alleine vor dem Haus. Auf den Stufen. Ich rauche eine „letzte“ Zigarette bevor ich schlafen gehe. Es ist natürlich nicht die letzte, morgen werde ich weiterrauchen. Oder neu beginnen? Was für eine mühselige Frage…
Manchmal denke ich daran, aufzuhören. Mit dem Rauchen meine ich. Irgendwann muss ich, das weiß ich. Aber noch nicht… ich schweife ab.
Manchmal sitze ich also in einer kalten Nacht alleine auf den Stufen vor dem Haus. Wenn es nicht regnet oder bewölkt ist, starre ich dabei in den Himmel. Der Mond ist dann zu sehen, meistens schräg über dem Giebel oder direkt über dem Wald. Der Mond ist schön – doch von unnahbarerer Schönheit sind die Sterne. Ich liebe die Sterne.
Manchmal wünschte ich mir… wie albern. Naja, manchmal wünschte ich mir, ich wäre bei ihnen. Am Himmel. So etwas wünscht man sich als Kind. Fliegen können, bis zu den Sternen fliegen können. Heute weiß ich – da oben fehlt es an Sauerstoff, Wasser und vielen anderen Dingen, die mein Leben überhaupt erst ermöglichen. Dennoch…
Manchmal wünschte ich mir, ich wäre bei den Sternen am Himmel. Darum mag ich auch die kalten Nächte so, wegen den Sternen. Viele bevorzugen die lauen Sommerabende, im T-Shirt im Garten sitzen und grillen mit den Freunden. Oder so etwas. Aber in den kalten Nächten wirken die Sterne viel klarer.
Manchmal frage ich mich, warum ich anders bin. Warum erfreue ich mich weniger an diesen – so wie es mir scheint – Banalitäten? Parties. Bier. Grillen. Warum erfreue ich mich daran, die Sterne anzustarren und albernen Kinderträumen nachzuhängen?
Manchmal ist mir, als wüßte ich die Antwort.
Manchmal aber auch nicht.
Kennst Du sie?

„TRAURIGKEIT“

„Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grund, sondern weil nichts auf der Welt seine Sehnsucht stillen kann.“
– Jean Paul Sartre

Das sagte Jean Paul Sartre, und er hatte Recht damit.
So wie mit vielen anderen Dingen, ganz nebenbei bemerkt.
Seit ich diesen Satz das erste mal las, beschäftigt er mich. Ich weiß noch genau, wo. Er stand in einer alten Ausgabe des HAMMER-Magazines, unter der Rubrik „Philosofa“. Wer in diesem Monat zu Gast war, weiß ich allerdings nicht mehr. In mein Gedächtnis eingebrannt hat sich nur dieser Satz.
Was macht einen Menschen traurig? Was lässt ihn leiden? Wenn er an einem Samstagmittag im Sommer in seiner Stube sitzt, Regentropfen anstatt dem erhofften Sonnenschein an sein Wohnzimmerfenster klopfen und er nicht seine wunderbaren Pläne die er hatte verwirklichen kann?
Vielleicht.
Wenn ein geliebter Mensch stirbt?
Sicher.
Aber was sonst?
Ich sitze – fast schon wie üblich – in meinem verdunkelten Zimmer. Ich studiere Bücher, Musik, alles, was Freude bringt. Doch erfüllt bin ich von anderen… Gefühlen. Diese Unruhe. Diese Ungewissheit. Und diese Trauer.
Es gibt keinen Grund.
Keinen Grund.
Ich trauere keinen Träumen hinterher, die platzten wie Seifenblasen, wenn ein unvorsichtiges Kind sie berühren. Ich trauere auch keinen Plänen hinterher, die ich geschmiedet hatte und nie umsetzen konnte. Ich trauere auch um keinen Menschen, alle die mir wichtig sind, sind wohlauf. So hoffe ich. Und doch bin ich erfüllt von… dieser unbestimmten, allumfassenden Traurigkeit.
Sicher, ich bin nicht immer traurig. Warum auch, das Leben würde dann keine Freude mehr machen. Es gibt so viel schönes, so viel zu erleben.
Und doch ist da oft dieser stille Begleiter. Beschreiben kann man ihn nicht, keine Beschreibung würde ihm gerecht werden. Vielleicht ließe eine Beschreibung ihn zur Farce verkommen… Aber er ist da.
Es gibt keinen Grund.
Keinen Grund.
Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grund, sondern weil nichts auf der Welt seine Sehnsucht stillen kann.

Ein weiser Mann, dieser Sartre.

Anmerkung: Dieser Text erhielt später eine wichtige Ergänzung, wenn nicht sogar eine Fortsetzung. Hiervon soll aber an anderer Stelle berichtet werden.

Abschied

Sie lagen gemeinsam im Bett. Aber irgend etwas war anders als sonst. Er wußte es. Er konnte nicht schlafen. Und sie auch nicht, das hörte er. Sie starrten an die Decke, auch wenn sie im Dunkeln nur sehr schwer auszumachen war. Es erinnerte ihn an einen Film – obwohl – dann hätte wahrscheinlich noch eine Uhr getickt. Sein Radio-Wecker tickte aber nicht, der war elektrisch. Ein Blick auf die vertrauten roten Ziffern machte ihm bewußt, daß er in der Realität und nicht in einem schlechten Film war.
Er brach das Schweigen.
„Ich habe gestern einen sehr traurigen Film gesehen. Absolute Giganten.“
Sie drehte sich zu ihm.
„Worum ging´s?“
„Um drei beste Freunde. Hamburger Jungs. Einer ist auf Bewährung und muß in einem Krankenhaus arbeiten. Aber darum geht´s nicht. An dem Tag, an dem seine Bewährung abläuft, heuert er sofort auf einem Schiff an, das nach Asien fahren wird. Dann sagt er es seinen beiden besten Freunden. Der Film handelt von der letzten gemeinsamen Nacht der Drei, in der sie alle möglichen verrückten Sachen machen und skurrilen Gestalten begegnen.“
Sie seufzte. „Klingt nicht sehr aufregend, findest du nicht?“
„Die Szene, in denen er seinen Kumpels sagt, daß er gehen wird… bombastisch. Einfach ergreifend. Erst schreien sie sich an, dann sitzen sie stundenlang gemeinsam auf seinem Balkon und starren in ihre Bierflaschen…“
Sie seufzte wieder und sah ihn leicht genervt an. „Warum erzählst du mir das?“ Dann drehte sie sich wieder auf den Rücken und starrte die schemenhafte Decke an.
Er schluckte. „Nun… ich habe mir vorgestellt… wie ich mich fühlen würde, wenn du mir sagst, das du morgen gehst…“
Sie drehte sich wieder zu ihm und sah ihm ins Gesicht. Diesmal war Trauer und Mitleid in ihren Augen. Mehr als das. Eine Träne lief über ihre Wange, als sie sagte: „Ich gehe morgen.“
Er schluckte wieder. Aber es brachte nichts. Sein Mund war staubtrocken. Es war still geworden, bedrückend still. So still, daß er genau hören konnte, wie irgend etwas in ihm zerbrach. Ein leises Klirren. „Ich… ich weiß…“ brachte er hervor.
Eine Frage mischte sich in Ihren Blick. Ihr Blick fragte – „Woher… woher weißt…“
Sein Blick antwortete Ihr stumm. „Ich weiß es einfach.“
Sie kam ihm näher und küßte ihn. „Wie fühlt es sich an?“
„Schlimmer, als ich es mir hätte ausmalen können.“
„Ja, für mich auch.“
Sie küßte ihn wieder. Dann drehte sie sich auf den Rücken und lenkte ihren Blick zurück an die Decke. Er tat es ihr nach. Sie sprachen nun nicht mehr. Aber keiner von beiden machte in ihrer letzten gemeinsamen Nacht ein Auge zu.

Die Einsamkeit an der Türschwelle

Haben Sie schon einmal abends vor der Haustüre eine Zigarette geraucht?
Die Frage erscheint simpel. Ist sie auch. Selbst wenn man sie genau betrachtet. Mir geht es auch um nichts anderes. Nur diese Frage. Haben Sie schon einmal abends vor der Haustür eine Zigarette geraucht? Ja?
Dann beantworten Sie mir bitte noch eine Frage. Nur wenn es keine Umstände macht. Kennen Sie dann auch den besten Freund der abendlichen Zigarette? Die Einsamkeit? Halten Sie mich bitte nicht für verrückt. Meine Einsamkeit erwartet mich immer, wenn ich abends vor der Haustüre eine Zigarette rauche. Nein, sehen kann ich sie natürlich nicht. Aber sie ist da. Ein beklemmendes Gefühl, das einen überkommt. Nicht schleichend, wie heraufziehender Frost. Dagegen können Sie Ihren Mantel enger schnüren und den Kragen hochklappen. Sie sind gewappnet. Die Einsamkeit überfällt Sie plötzlich.
Kennen Sie die Einsamkeit, den besten Freund der abendlichen Zigarette?
Nein? Lassen Sie mich von ihr erzählen. Es klingt… befremdlich, ich weiß. Eben haben Sie noch einen vergnügten Abend mit Freunden verbracht. Kino, etwas Essen, das übliche eben. Vielleicht haben Sie auch gerade ihre Angebetete nach Hause gebracht. Oder sonst irgendetwas. Vielleicht sind Sie ja auch betrunken oder verkatert. Sie waren nicht allein, wie immer, wenn Sie das Haus verlassen. Dann steigen Sie aus Ihrem Auto, zünden sich eine letzte Zigarette vor dem schlafen gehen an. Ein ganz normaler Vorgang. Und plötzlich… plötzlich sind Sie alleine. Einsam.
Bitte? Sie waren vorher schon alleine? Im Auto? Es ist doch nichts anderes, ob Sie vor Ihrer Türschwelle eine Zigarette rauchen oder im Auto, nicht wahr? Doch. Ist es. An meiner Türschwelle wartet die Einsamkeit. Nach den ersten beiden Zügen ist sie da. Wischt alle frischen Erinnerungen weg. Und gräbt nach alten.
Ich trage Schmuck. Gerne sogar. Schmuck, den ich geschenkt bekam, zur Erinnerung von Freunden. Oder Freundinnen, je nachdem. Ich trage ihn auch bei meiner letzten Zigarette. Doch die Einsamkeit lässt mich den Schmuck vergessen, auch meine Freunde. Sie… hemmt die Gedanken. Läßt nur Gedanken an bestimmte Dinge zu. Ich weiß nicht, wie sie es macht. Liegt den langen Tag auf der Türschwelle und wartet auf meine letzte Zigarette… und vergisst nichts.
Es ist einsam, eine Zigarette vor der Haustüre zu rauchen. Versunken in alte Gedanken, die längst nicht mehr die meinen sind.
Kennen Sie nicht?
Ich beneide Sie.

Eden auf Erden

„Schreiben ist immer zu einem gewissen Grad autobiographisch.“
– mir namentlich bekannte Philosophin und Theologin

Bevor ich mit diesem Text beginne, möchte ich den Leser darauf aufmerksam machen, wie wichtig Inspiration ist. Manchmal findet man sie in alltäglichen Dingen, manchmal muss man allerdings auch extrem tief graben. Danke.

Es ist einer jener seltenen, stillen Momente. In diesen Momenten sitzt sie üblicherweise vor dem Kamin und denkt nach. Über alte Zeiten. Oder über moderne Zeiten. Oder über das, was erst grade war. Sie ist schließlich keine Närrin. „Lebe nicht in der Vergangenheit“ hatte man sie gelehrt. Zu gut wahrscheinlich. Deswegen auch sind diese stillen Momente so selten. Das Leben bietet viel – doch es ist jedem selbst überlassen, wie viel er davon mitnimmt. Sie ist einer dieser Menschen, die versuchen alles mitzunehmen. Jeden Adrenalin-Kick. Jede Erfahrung. Jedes Gespräch. Jede Freundschaft. Jede Verpflichtung – und auch jedes Recht. „Lebe nicht in der Vergangenheit“ hat sie ihr Leben lang begleitet.
Es ist einer jener seltenen, stillen Momente. Sie mag diese Momente, denn jetzt ist der einzige Zeitpunkt, an dem sie darüber nachsinnen kann, ob diese alte, ihre eigene Lebensweisheit tatsächlich eine Weisheit ist. Oder nicht viel eher eine Torheit. Doch diesen Moment mag sie noch etwas mehr als die anderen seltenen, stillen Momente. Weil Er da ist.
Es ist einer jener seltenen, stillen Momente. Jeder stille Moment ist für sie etwas Besonderes. Sie hat ihr Leben geopfert – nicht sich selbst, nicht jemand anderem oder einer bestimmten Sache. Geschweige denn einer Gesinnung. Nein, sie hat ihr Leben dem Leben geopfert. Das weiß sie jetzt. Diese seltenen stillen Momente haben es ihr eröffnet. Stück für Stück. Moment für Moment. Wie ein Puzzle hat es sich langsam in ihr zusammengesetzt. Und in diesem jenem Moment fällt es ihr wie Schuppen von den Augen.
Weil Er da ist. Jeder stille Moment ist für sie etwas Besonderes. Doch dieser übertrifft fast alle anderen. Er hat es immer gewusst. Er hat sie gewarnt. Und auch jetzt, im Moment des Begreifens ist Er bei Ihr. Er sitzt ihr gegenüber und sieht ihr tief in die Augen. Ihre Lider zucken, ihre Pupille dreht sich unstet. Dann beruhigt sich ihre Mine, ihr Blick begegnet seinem. Er lächelt. Sie lächelt zurück, erst zaghaft, dann ausgelassener. Sie müssen nicht sprechen, verstehen beide, was gerade geschehen ist.
Es ist einer jener seltenen, stillen Momente.
Mehr als das.
Es ist wie Eden auf Erden.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: