Grauenhaft, einfach grauenhaft!

Hallo zusammen,

hier in meinem Bücherregal steht so ein kleines Büchlein mit obigem Titel, dessen Cover mir bei der Suche nach einem passendenden Titel für diesen Blogeintrag durch den Kopf schoß. Und viel Grauenhaftest gibt es gar zu berichten!

Grauenhaft

Offensichtlich plant mein guter, alter Monitor den Abgang. Es handelt sich noch um einen dieser antiken Röhrenmonitore (so ein Dinosaurier, wie sie in der ein oder anderen Saturnwerbung gerne mal gefressen werden…), stolze 17 Zoll und ungefähr genausoviele Jahre alt. Ich war nie ein Freund von diesen Flachbildschirmen – ich hasse ganz einfach dieses gepixelte Bild. Klar, heutzutage ist die Qualität besser. Wenn man nicht so nah davor sitzt. Und es dunkel ist. Und man nicht so genau hinschaut. Naja.

Wie auch immer, mein guter alter 17-Zoll-Röhren-Dinosaurier plant den Abgang. Wie er es mitteilt? Nun, seit zwei Tagen ziert ein wahnsinnig hübscher rosa Schleier ca. sieben Achtel des Bildschirms und färbt die digitale Welt hübsch rosarot. Würg. Naja, die dramatischste Auswirkung hat das nicht nur hier auf die WordPress-Oberfläche, sondern auch auf mein Hintergrundbild – ich verwende diese hübsche Version vom Luminous Angel – und jetzt stellt Euch die Dame mal in quietsche-rosa vor. Brrr… Grauenhaft. Naja, da wird wohl bald mal wieder eine Bestellung fällig…

Infinite grauenhaft

Wo wir gerade von Bestellung reden. Also – wie ich schon öfters hier mal bemerkte, reden ja nicht wir, sondern ich. Wo war ich? Bestellung. Ah ja. Ich versuche jetzt mit Magic infinite zu gehen. Eigentlich Quatsch, denn ich spiele ja so gut wie überhaupt nicht mehr. Aber was meine ich eigentlich damit? Nun, ich habe den Magickartenmarkt für mich entdeckt. Lange Jahre des Spielens führten bei mir zu vielen einsamen Rares, um die es sich nie gelohnt hat ein Deck zu stricken und die ungenutzt herumliegen. Warum also nicht verscherbeln? Ich habe vorerst nur meine wertvolleren Karten eingestellt (so ab 5 € und aufwärts) aber warum später nicht noch mehr von dem Kram verkloppen? Alleine von meinen 26 eingestellten Karten könnte ich mir – so sie denn alle einen Käufer finden – locker 2,5 Displays leisten. Was für eine Zahl! Und da sind wieder ca. 25 Mythic Rares und Tournament Staples dabei, die wieder irgendwas um die nächsten zwei Displays abwerfen würden. Infinite mode on!

Grauenhafter

Unseren ersten Call of Cthulhu-Abend haben meine Rollenspielgruppe und ich inzwischen hinter uns gebracht. Da wir dieses Spiel zum ersten Mal testen, ich aber bereits seit Jahren (Jahrzehnten?) Lovecraft-Jünger und absoluter Fan des Spiels bin (ich lese auch einfach die Abenteuer so gerne…) wollte ich unbedingt alles richtig machen.

Da wir nur einen gewissen Zeitraum überbrücken wollen, bis unser DSA-Meister wieder abseits der Uni mehr Zeit aufbringen kann, habe ich eine lose Folge kurzer Abenteuer vorgesehen, die ich locker miteinander verbinden möchte, um eine Gruppe aufrecht zu erhalten.

Den Startschuß gab dann „Nachts im Schwarzwald“ ab, das Abenteuer findet Ihr hier im Einsteigerheft. Es geht um eine zufällige Gruppe (die Charaktere) die mit einem schrottreifen Bus den Schwarzwald durchqueren wollen, liegenbleiben und daraufhin ein Gasthaus aufsuchen. Dort sollen sie des Nachts Cthuga geopfert werden, die sich aber ob der mangelhaften Beschwörung der Kultisten lieber selbige und das Gasthaus vornimmt. Im nächsten Dorf erfahren die Investigatoren dann, das das entsprechende Gasthaus bereits vor vierzig Jahren niederbrannte und man in den Trümmern ein paar seltsame Gegenstände fand – Persönliches von ein oder zwei der Charaktere… Gruslig, was?

Nun, ich war vorbereitet. Hatte den schwäbischen Dialekt geübt, Soundeffekte (Gewitter und Wolfsgeheul) sowie Dark-Ambient-Untermalungsmusik aus dem Netz heruntergeladen, verschiedene Stimmen eintrainiert, das Licht war aus, zwei Kerzen auf dem Tisch. Die nächtliche Entführung wurde mit jedem isoliert gespielt, um ihm die Sicherheit der Gruppe zu nehmen. Das Essen – obligatorisch – war in das Abenteuer integriert und sollte zu keiner großen Unterbrechung führen. Ich war vorbereitet.

Dachte ich.

Gruselige Stimmung zu erzeugen ist nämlich gar nicht so einfach, wißt ihr? Spätestens, als die Technik zum ersten Mal streikte und die Untermalungs-CD den Repeat-Modus verweigerte, war ein guter Teil dahin. Dann mußten alle gleichzeitig aufs Klo. Das Essen führte trotz Integration ins Spiel zu einer halbstündigen Zubereitungspause. Dann war da noch der 51jährige Mathematikprofessor, der sich todesmutig – nur im Nachthemd – auf drei mit langen Messern bewaffnete Kultisten stürzte und verzweifelt versuchte, das Haus niederzubrennen. Fast hätte ich an dieser Stelle meinen ersten Charakter ins jenseits befördert… Und, und und…

Nun, Spaß gemacht hatte es dennoch allen. Ich war nur von der Endwirkung ein wenig enttäuscht. Endijan und atog haben ja bereits durchblicken lassen, ein paar Erfahrungen auf diesem Sektor gesammelt zu haben, vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen Tipp, den ich beherzigen kann…?

Grauenhaftes Weltenerwachen

Ja, Worldwake… dazu gibt es heute hier auf dieser Seite… nichts! Na gut, ein bißchen was. Die nächste Episode von: Ich puzzle für Euch:

Ansonsten habe ich dazu einfach noch nicht viel zu sagen, auch wenn ich die zahlreichen Spoilermeldungen eifrigst verfolge. Bald, vielleicht.

Für heute war es das nämlich mal wieder. Man liest sich.
Bis dahin
Seanchui

14 Antworten zu Grauenhaft, einfach grauenhaft!

  1. atog28 sagt:

    Nun… also Röhrenmonitore brauchen mehr Strom, haben inzwischen einfach das schlechtere Bild und könnten Strahlung erzeugen (sagen zumindest die Leute ohne Handy und mit den Wünschelruten). Wenn kaputt, weg damit. Oder willst du alles im Ponylayout sehen?

    http://www.couchmagic.de/pony_08.html

    Nice read, ansonsten. Die RPG-Zeit habe ich schon abgeschrieben (was mein Gedächnis mit Verdrängen quittiert), so dass ich dir nicht so viel erzählen kann. Aber ich denke mal scharf nach – wenn mir was einfällt, werde ich das verbloggen (da sonst auch zu lang für einen Kommentar).

    Das mit den 40 Jahren Dings finde ich schon mal sehr spooky.

  2. atog28 sagt:

    PS – Link auf MkM ist falsch. Da fehlt dein Referer!

  3. seanchui sagt:

    Den Referer hätte ich ja gerne gesetzt, aber seit meinem Eintrag ist MKM „under maintenance“…

  4. Ich habe vor ca 10 Jahren einmal Cthulhu 1941 gespielt..das waren noch Zeiten kein D20 scheiss.
    An viel erinnere ich mich nicht mehr , nur an einer Szene wo mein Char eine Beichte abgelegt hat ,und gefragt wurde ob es ein weißer oder farbiger war den ich getötet habe.
    Falls du mal wieder ein neues RPG spielen willst bei
    http://www.paperundpen.de findest du jede Menge Spieler aus Essen.
    Ansonsten suche ich noch Mitspieler für Cyberpunk 2020🙂
    Ansonsten kann ich Atog nur zustimmen ,weg mit dem Röhrenmonitor.

  5. atog28 sagt:

    Gibt es eine Korrelation zwischen dem Link und dem heruntergefahrenen Server von MkM? Warum ist die Seite überhaupt down?

    Müsste es nicht penandpaper.de oder penundpaper.de sein? Waren bestimmt schon vergeben… *hihi*
    Cyberpunk ist für mich gar nicht zutreffend; konnte ich nie was mit anfangen. Steampunk ist noch ok, aber ansonsten gibt es nichts in Cyberpunk, was man nicht auch in Fantasy machen könnte. Ausserdem will man doch im RPG was anderes erleben als in Realität…😉

  6. Seanchui sagt:

    @atog: ich gehe doch mal davon aus, dass Du mit Referer einen Link direkt auf meine Karten meinst, oder? Nun, es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen meinem Link und der zwischenzeitlichen Serverdown, aber ich konnte ganz einfach den Link nicht finden😉.

    @schwarzewolke: Ich habe tatsächlich früher solche Spielerkontaktbörsen genutzt und viel Spaß damals mit einer StarWars-RPG-Gruppe gehabt… inzwischen mangelt es mir aber doch an der nötigen Zeit, um mir noch eine zweite Gruppe zu „halten“🙂.

  7. atog28 sagt:

    Und das ist meiner:

    http://www.magickartenmarkt.de/?referer=atog28

    Na… wer hat jetzt den längsten?…🙂

  8. endijian sagt:

    Ein 17 Jahre alter, halb kaputter Röhrenmonitor?
    Bloß raus damit, Du willst doch irgendwann in Deinem Leben nochmal Kinder zeugen, oder?

    Ich konnte aus folgendem DameCube-Spiel ein paar sehr schöne Inspirationen ziehen
    Sanity’s Requiem

    Keine Ahnung, ob das jemals für PC rausgekommen ist.

    Zufällig eingestreute Geisteskrankheitseffekte helfen immer, wie z. B. ganz leise einen Handyklingelton abspielen, und wenn einer danach fragt, darauf bestehen, dass nix zu hören ist.
    Oder einem Spieler detailiert beschreiben, wie er plötzlich im Boden versinkt. Dabei dann die Mitspieler, wenn sie helfen wollen, mit einem fiesen Blick und ener Handbewegung abhalten, und dann weiter das langsame Versinken beschreiben. Und wenn er dann den letzten Atemzug nimmt, bevor sich der Boden übe ihm verschließt und er seinen hilflos dreinblickenden Gefährten noch einmal in die augen sieht, dann lässt man den Charakter aus seiner plötzlichen Ohnmacht wieder erwachen…
    Oder ganz simpel die Psychokeule, um Misstracht zwischen den Spielern zu säen. So könnten die Wölfe im Schwarzwald alle auf einen Spieler losgehen – oder auf alle bis auf einen…

  9. atog28 sagt:

    Erinnerungsdienst: ein Monat seit dem letzten Eintrag! Schreib mal wieder was, oder ich komme nicht mehr täglich gucken!

  10. […] CoC. Da war ja noch meine letzte Rollenspielrunde. Im Anschluß an das Schwarzwaldabenteuer (ich berichtete) führte ich meine Gruppe diesmal durch eine handfestere Auseinandersetzung. Es handelte sich um […]

  11. Dieser Eintrag, über den ich gerade ganz zufällig gestolpert bin, gehört doch wohl – zumindest im Kern – auf Dein anderes Blog, oder?

    Veröffentliche ihn mal da, wenn Dich das Thema noch interessiert, dann sage ich auch etwas dazu.

    • seanchui sagt:

      Du bist herzlich eingeladen, hier etwas dazu zu sagen, wenn Du möchtest. Das ist dann zwar weniger präsent für den Rest der Welt, ich lese aber jeden Kommentar.
      Eine Neuveröffentlichung auf einem anderen Blog kommt (da das ganze ja so eine Art Tagebuchcharakter hat) für mich nicht in Frage.

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