nachfeiertägliches Erwachen

Hallo zusammen,

da sind sie schon wieder rum, die Feiertage. Ich habe sie allesamt enorm gemütlich verbracht – bei Verwandten zu gutem Festtagsessen, mit zahllosen Geschenken, mit meiner Verlobten kuschelnd auf der Couch und mit guten Freunden racklettend ins neue Jahr rutschend. Alles äußerst entspannend und das ist wohl auch mal nötig. Eine Blogpause hat das allerdings mit sich gebracht!

Und die will ich dann heute mal stilecht beenden. Dafür sitze ich – erstmals – in eine dicke Decke vermummt vor meinem Computer. Immerhin hat der Winter in diesem Jahr auch vor dem niederrheinischen Flachland kein Halt gemacht, und irgendwie weigert sich die Heizung in meinem Arbeitszimmer (oder „Bibliothek“, wie ich den Raum gerne liebevoll nenne), Wärme abzugeben. Werde wohl mal einen Handwerker bestellen müssen…

Zunächst einmal eröffnen wir dieses Jahr mit ein wenig Musik:


Immer wieder gut: Rammstein

Dann sollte ich es an dieser Stelle womöglich nicht versäumen, allen Lesern ein frohes, gesundes neues Jahr 2010 zu wünschen! Besonders denen, die meinem Eintrag bereits zuvor gekommen sind😉.

Im Bereich Magic gibt es für das kommende Jahr ja so einige Neuigkeiten. Wie üblich die beste Zusammenfassung findet sich hier auf germagic. Bücher, Spiele, neue Karten.

Eine Änderung, die ich unheimlich begrüße, ist die „Back-to-the-Roots“-Aufblähung der IntroPacks. Endlich wieder 60 Karten und ich kann wieder völlig unvorbereitet im Urlaub irgendwelche FNMs sprengen. Hach, herrlich. Davon ab habe ich es ohnehin nie verstanden, warum man neuen Spielern keine spielfertigen Decks an die Hand gab…? Immerhin waren sie schlau genug, da wieder zurückzurudern. Jetzt bin ich auf die Deckbuilder’s Toolkits gespannt – wenn das floppt, kriegen wir vielleicht die Tournament Packs auch noch zurück…?

Ansonsten erwarte ich Worldwake. Zendikar scheint – zumindest artikel- und metagametechnisch – in den Weiten des Webs ja völlig ausgelaugt zu sein. Draft? Aggro! Sealed? Aggro! Standard? Jund Aggro! Dazu noch Fragen? Besser nicht, sonst kommt der Zeromant und haut Dir verbal aufs Maul. Wie kann man seinem monatealten Erkenntnisstand heute denn immer noch hinterherhinken…

Ich beschäftige mich im Moment ohnehin mit etwas anderem. Unser etatmäßiger DSA-Rollenspielleiter fällt in den nächsten Monaten examensarbeitsbedingt aus, so dass ich endlich die Gunst der Stunde nutzte und meine Gruppe überredete, doch mal Call of Cthulhu auszuprobieren. Zu meiner Schande muß ich gestehen, dass ich das Spiel noch nie gespielt habe, obwohl ich Unmengen von Abenteuern, Hintergrundmaterial, Regeln und Kreaturenbänden verschlungen habe. Freue mich schon sehr auf’s erste Spiel! Bei der „Vorbereitungs-E-Mail“ für meine Gruppe fiel mir dann auch auf, was ich an diesem System so genial finde: die simplen Regeln:

  • Das System basiert auf dem %-System; jedes Attribut hat einen Wert zwischen 0-100%; die Proben erfolgen per W100 (zwei zehnseitige Würfel; einer für die Zehner-, der andere für die Hunderter-Stelle). Eine Probe gilt – wie bei DSA – als gelungen, wenn der Attributswert UNTERwürfelt werden konnte.
  • Charaktergenerierung ist recht leicht; man verteilt eine festgelegte Punktzahl auf seine Attribute.
  • Ein recht ungewöhnlicher Regelzusatz ist der für „GeistigeStabilität“. Auch hier haben die Charaktere einen %-Wert (am Start normalerweise so in Richtung 100%). Je mehr Schrecken und Monstren man begegnet, desto mehr WEISS der Charakter zwar über seine Feinde (es gibt da einen Wissenwert für „Cthulhu-Mythos“, der bei 0% startet), umso mehr sinkt aber seine Geistige Stabilität; diese beiden Werte verhalten sich also proportional.  Sinkt die Stabilität zu weit gibt es eine Menge unschöner geistiger Krankheiten, die man sich einfangen kann, bis hin zum Wahnsinn.

Kaum zu glauben, aber das war’s auch schon. Die Kurzanleitung (damit man auch ein paar Waffen auswählen kann…) und ein Charakterbogen drangehangen – fertig! Kann mich nicht entsinnen, dass es mit DSA damals so einfach war…

Also, wenn die Spielrunden ein Erfolg werden, erzähle ich Euch dann davon. Oder bei mir passiert mal wieder was magictechnisches, dann will ich Euch das natürlich auch nicht vorenthalten!

Bis dahin
Seanchui

5 Antworten zu nachfeiertägliches Erwachen

  1. endijian sagt:

    Richtig gut werden Cthulu-Runden übrigens, wenn man seine Spieler davon überzeugen kann, dass Waffen Ihnen nichts nützen werden…

  2. seanchui sagt:

    Darauf wird’s ja hinauslaufen. Aber erzähl mal einer eingefleischten Fantasy-Runde (von ein paar Shadowrun-Ausflügen mal abgesehen), dass sie ohne Ausrüstungskatalog spielen sollten… erst mal anfüttern😉

  3. endijian sagt:

    Das kenn ich…
    hier Auszüge aus meiner ersten Cthulu-Runde mit Shadowrunspielern:
    (Vorgeschichte überspringe ich mal)
    SL: So, da steht ihr also im Kaminzimmer der Gräflichen Residenz. Die Gräfin hat sich mit ihrem Seelenheiler und Priester zurückgezogen, der Graf liegt wie gesagt mit leichter geistiger Verwirrung und starken Kopfschmerzen im Krankenflügel, draußen gewittert es immer noch. Was macht ihr also?
    Spieler 1: Wir brauchen Waffen.
    Spieler 2: Ja genau. Über dem Kamin hängt doch bestimmt so ein Bärenfell und eine Bärentöterbüchse, oder?
    SL: Nein, keine Büchse.
    Spieler 2: Echt nicht?
    SL: Nur das Fell und der Kopf vom Bär.
    Spieler 1: Na gut. Dann hat es doch bestimmt gekreuzte Schwerter über der Tür, oder?
    SL: Nein.
    Spieler 2: Ritterrüstungen mit Hellebarden in den Ecken?
    SL: Auch nicht, nur Ming-Vasen und Bilder von Hieronymus Bosch.
    Spieler 1: He, auf dem Weg hier hoch war doch im Dorf eine Polizeiwache. Vielleicht können wir dort einbrechen und Pistolen klauen?
    SL: Nein, das Dorf ist am Ende der Serpentinenstraße am Fuß des Schlossberges, außerdem regnet es in Strömen und euer Auto ist immer noch kaputt.
    Spieler 2: Dann gehen wir in die Küche und holen uns Steakmesser!
    Spieler 1: Ja genau!
    SL: OK, OK, dann habt ihr jetzt Steakmesser. Ist ja gut. Was macht ihr jetzt?
    Spieler 1 & 2: Keine Ahnung…

  4. Seanchui sagt:

    :-)!!! Okay, die Geschichte ist geil!

  5. atog28 sagt:

    Für Horror-RPGs immer gut: der (oder die) NPCs, die sich von der Gruppe trennen. Cliche, aber klappt immer gut. Ausserdem sollte man nicht so viel Gewicht auf das System legen, weil das die Atmosphäre zerstören kann. Vielleicht macht man sich auch eine Kopie der Charakterbögen und würfelt dann auch die Spielersachen aus.

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