Kreuze und Striche

Hallo zusammen!

Ja, es ist ein Kreuz mit der Bloggerei! Man gelobte Besserung und wollte keine zwei Wochen warten. Nun, ganze zwei Wochen sind seit dem letzten Eintrag denn dann auch nicht vergangen, wohl aber annährend so viel Zeit. Ärgerlich, wie das wirkliche Leben ständig Striche durch Rechnungen macht und den willigen Blogger zu anderen Aktivitäten antreibt…

So habe ich mich auf Schützenfesten, der Arbeit und Familienfeiern als umtriebig erwiesen, allerdings nicht hier auf meinem Blog. Dabei gäbe es doch endlich mal wieder etwas zu berichten, dass auch mal wieder was mit Magic zu tun hätte!

Auf diesem Wege fällt mir auf, dass meine Blogeinträge auch nie die Länge erreichen, die ich ihnen vorher eingeplant hatte. Ja, ich plane meine Blogeinträge, auch wenn es manches Mal nicht den Eindruck macht. Man könnte vermuten, dass es das (mehr oder minder) regelmäßige Füllen mit Content einem Blogger auferlegt, sich gefälligst etwas kurz zu fassen, um überhaupt zum Zuge zu kommen. Andere widerlegen diese Theorie allerdings eindrucksvoll. Tatsächlich habe ich schon von jeher eher zu kurzen Texten geneigt – auch die Kurzgeschichten, die nicht hier vor kurzem veröffentlicht wurden neigen sich stets rasch dem Ende zu. Früher habe ich mich mit der Ausrede über Wasser gehalten, ich hätte halt einfach zu viel zu sagen, um mich seitenlang auf ein Thema zu konzentrieren. Heute halte ich es eher für eine Schwäche in Aufbau und Ausschmückung meiner Texte. Wie auch immer, auch dieser Eintrag wird garantiert nicht so lange, wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

Casual Games
Also, es ist nun etwas mehr als eine Woche her, dass mir ein glücklicher Umstand einen freien Abend bescherte, just in dem Moment, als mein langjähriger Magic-Sparingspartner im heimatlichen Urlaub auf Balkonien verweilte, ergo ebenfalls über massig Freizeit verfügte. Kurzerhand wurden Decks von mir zusammengesteckt – ich habe mir im übrigen die Mühe gemacht, meine Seitenleiste weiter zu strapazieren – und wir trafen uns zum fröhlichen Zocken.

Die Decks meines Freundes zeichnen sich durch unbelastete Experimentierfreude aus. Er verweilt NICHT im Deckcheck, auf MagicUniverse oder auf PlanetMTG sondern spielt ganz einfach mit den Karten die er hat und den Farben, die halt grade wegen einer einzelnen coolen Rare so zusammenpassen. Seine Sammlung basiert dabei größtenteils auf Schenkungen seiner kaufwütigeren Freunde (wie mir) und einigen gezielten Tauschaktionen die vor allem sein Goblindeck – er liebt Goblins – inzwischen zu einem scharfen Schwert geschmiedet haben.

Wir eröffnen den Abend mit Weißbier (ich), Alt (er) und Zigaretten (ich), bevor wir endlich die Karten wirbeln lassen. Ich beginne mit dem „Ur“guten „Ur“Ochsen-Deck (muha, das Wortspiel ist mir doch jetzt wirklich gelungen…). Der geniale EvilBernd veröffentlichte die Tech bereits vor Ewigkeiten, wie mir scheint. In meinem Pool findet sich – aus rein monetären Gründen – nach wie vor kein Garruk, so daß ich mit ein paar mehr Pumpsprüchen und Equipment die Sache über die Bühne bringen will. Mein Gegner spielt rot-schwarz-Aggro, aber natürlich nicht so einen modernen Blightning-Verschnitt sondern etwas völlig abstruses, dass den Großteil des Spieles zwar eine Kreatur ausspielen kann, wenn ich gerade eine abgerüstet hatte, aber im Großen und Ganzen keinerlei Gefahr für die Auerochsen darstellt. Mein Deck wiederum zeigt sich von seiner flüßigen Seite so dass nach ungefähr 12 Zügen ein elegantes „All In“ mit trampelnden Ochsenviechern seinen Untergang besiegelt.
1-0

Als nächstes geht es um mein „geniales“ Kombo-Deck rund um Alluring Siren und Spincrusher (ich schrieb bereits, dass ich hier Potential vermutete…). Das Deck sichert sich weitestgehends über die aus dem Turniermagic verschiedene CounterTop-Engine ab und erzeugt per Spire Golem nebst Mask of Memory eine Menge Kartenvorteil, sofern der passende Blocker fehlt. Dazu soll Alluring Siren meinen Spincrushern (potentielle Finisher) das richtige Futter vor die Füße werfen, um auf enorme Angriffsgröße anzuschwellen. Es kam aber ganz anders – das Deck war UNGLAUBLICH langweilig. Das es langsam war, war mir irgendwie bewußt – daher ja auch genug Counter – aber es mangelte ihm deutlich an Sieg-Optionen. Spincrusher sind so unnütz, und die Sirene erst… mir gelang es zwar, den zweiten Versuch mit dem rot-schwarzen Deck („jetzt zeig ich dir mal, was das Deck wirklich kann…“) ebenfalls zu einem vernichtenden Ende zu führen, allerdings dauerte es Stunden. Dank den Masken hatte ich glaube ich noch vier Karten im Deck. Mein Gott, ich bin wohl ziemlich aus der Übung…
2-0

Mein Gegner zog nun seine gefürchteten Goblins. Das Deck ist wirklich recht durchdacht und er hat auch einige sehr gute Goblins dazwischen, vom Sieg-Gang-Commander über verschiedene Lords bis zum Goblin Lackey und Kiki-Jiki ist alles dabei, was das Goblinherz so begehrt. Ein paar Goblin War Strikes dazugemixt und schon geht’s rund. Ich entscheide mich für meinen Meerfolk-Build, zu dem ich vielleicht noch ein paar Worte sagen muß:
Es sind nur zwei Reejerey, weil ich nur zwei besitze. Für Uncommons besitze ich eine empflindliche Schmerzgrenze was den Preis angeht, immerhin gibt es überall 100erPacks für 5 €. Kein Wake-Trasher aus ähnlichen Gründen. Prinzipiell wollte ich zuerst die Blau-Weiße Tokenengingen-Version mit Summon the School und Stonybrook Schoolmaster spielen, allerdings wären das die einzigen weißen Karten (na, von Oblivion Ring mal abgesehen) gewesen, die ich hätte splashen wollen. Also bliebs bei Mono-Blau und per Merrow Commerce und Deepchannel Mentor wird das ganze dann auch recht aggressiv.

Mein Gegner eröffnet mit Goblin Lackey, den ich nicht handlen kann und der direkt darauf den Commander ins Spiel sweept. Zwei Runden später bin ich auf 8 Leben, habe nur einen Reejerey und einen Adepten im Spiel und denke mir, dass dieses verdammte Gobbo-Deck immer stärker wird. Dann macht er den entscheidenden Fehler, eine Runde nicht anzugreifen sondern zwei Tokens in (ich weiß nicht mehr was) zu opfern. Ha! Ich klatsche einen Banneret und den nächsten Adepten aufs Feld und stabilisiere das Spiel. Vier Runden später habe ich dank Reejerey Nummero zwei und dem Deepchannel Mentor das All-In beisammen und schraube mein Siegkonto auf 3. Diese Meervölker sind aber auch verdammt stark. Sollte mir vielleicht doch mehr Lords zulegen…
3-0

Wir zocken noch zwei Runden – ich einmal mit den Meermänner, einmal mit den Auerochsen, er mit einem rot-weißen Aggrobuild – bevor der Abend sich dann auch wieder dem Ende neigt. Ich gewinne beide Spiele relativ problemlos – zumindestens kann ich mich an keine allzu kniffligen Situationen erinnern.
5-0

Die Decks vertragen allesamt eigentlich noch Verbesserungen. Allerdings wird vielleicht deutlich, dass es in meinem Metagame-Environment nicht unbedingt um tunen und Optimierung geht…

PlaneChase
Es werden immer mehr PlaneChase-Decks bekannt. Ein paar Beispiele?

Elemental Thunder
Metallic Dreams
Strike Force

Der Atog beschwerte sich bereits ausführlich über die Decklisten und ich kann nur ins gleiche Horn stoßen – wenn ich als neuer Spieler NUR das zocken würde, ist das bestimmt okay. Aber um Spieler an das Spiel heranzulocken – völlig ungeeignet. Dabei lernt man ja echt nix. Nur One-Offs… dann doch lieber Highlander, oder? Ich werde hier wohl kein Geld investieren…

Zendikar
Zendikar hingegen schaut immer interessanter aus. Nicht nur die tollen neuen Länder sehen vielversprechend aus, auch die übrigen Artworks sprechen von einer ansprechend designten Welt in den Wolken voller Wunder… Scherbenwelt war hier schon kurz im Gespräch, ich bin gespannt…

Das war’s dann auch mal wieder. Wir lesen uns!

Bis dahin
Seanchui

7 Antworten zu Kreuze und Striche

  1. Fan sagt:

    Mir gehts in meinem CasualEnvironment in etwa genauso. Es ist aber schon länger her dass ich casualschlachten bestritten habe. Im Sommer fällt mir das Magicspielen immer so schwero_O

  2. The atog28 sagt:

    Der Fan hat sein „The“ verloren. Ohje…

    Jetzt auf einmal mit Magic-Content?! Du verwirrst. Ich empfehle das MTG-Helper Addon für WordPress zu installieren, dass der Backseatsurfer programmierte. http://www.backseatsurfer.de/

    Warum ich immer Backbeat schreiben will, weiss vermutlich niemand.

    Ja, man braucht wirklich vier Merrow Reejerrey. Die kosten ja nun doch wirklich gar nichts mehr (oder falls doch noch, dann bis Zendikar warten).

    Welche Laune hatte dein Sparringspartner eigentlich nach einer 0-5 Niederlage?

  3. seanchui sagt:

    Das mit dem MTG-Helper funktioniert leider nicht, da ich den Folder „PlugIns“ nicht zur Verfügung habe. Schätze, den müßte ich bezahlen…

    Ach, mein Kumpel ist dann eigentlich immer total entspannt… er nimmt dieses Spiel einfach nicht ernst genug😉.

  4. The atog28 sagt:

    Schade.

    @freund: scheint ein kluger Mensch zu sein.

  5. Für 1,99 im Monat bekommst du WordPress fähigen Webspace mit domain,dann klappt es auch mit Mtg-Helper .Ansonsten ein ähnliches Casual Erlebniss hatte ich vor 2 Wochen im Panoptikum am Samstag.Nur das ich Ramp,B/W Pauper und Esper Lark gespielt habe und mir immer anhören muste das die neuen Karten zu stark seien.

  6. Fan sagt:

    Hatte ich hier jemals ein „the“?

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