Warum Blau keinen Counterspell braucht

Disclaimer: Ich hatte zuerst vor, hieraus einen MU-Artikel zu basteln. Aber irgendwie erschien mir das Thema dann doch nicht wichtig genug😉.

Unlängst machte in verschiedenen Blogs, Foren und Artikelseiten wieder die Diskussion um die Farbe „Blau“ die Runde. Diese Diskussion wird nun schon recht lange geführt – zumindestens im Internet – und dreht sich meistens um die Frage, ob Blau ständig benachteiligt wird, weil der Großteil der Spielerschaft einfach zu dumm ist, um die zahlreichen Möglichkeiten die diese Farbe bietet, wirklich zu begreifen. Die nächste Diskussionsrunde wurde durch das Bekanntwerden des kompletten Spoilers für die neue Basis-Edition – M10 – eingeleitet. Immerhin werden hier einige extrem starke Karten entweder direkt reprintet oder (manchmal auch mit leichtem Upgrade) neu designt aufgelegt. Die Savannah Lions beispielsweise, die nun sogar auch noch Soldaten sind (und damit gleich vom in M10 stark vertretenen Tribal-Thema profitieren dürfen), der gute alte Lightning Bolt ist wieder mit von der Partie und einige grüne Manabeschleuniger – allen voran Llanowar Elves und Birds of Paradise – dürfen natürlich auch nicht fehlen. Nur in Blau mag sich vermeintlich kein guter alter Bekannter neu einstellen. Blau wird benachteiligt. Blau kriegt mal wieder Cancel – und Hand auf’s Herz, ein Counterspell für 3 Mana ist einfach overcosted, nicht wahr?


 

So der bislang recht einhellige Tenor, und eine gute Begründung für diesen bestürzenden Umstand ist auch bereits gefunden: zahllose Spieler liegen seit Jahren WotC in den Ohren, dass Ihnen Countermagie keinen Spaß macht. Ja, sie drohen sogar damit, kein Geld mehr für bunte Pappkarten auszugeben, wenn sie weiterhin bereits in Turn 2 ihre Mesel nicht mehr auf den Tisch legen können. All diese Spieler verstehen einfach nicht, welch hervorragende und spannende Interaktion dadurch entsteht, dass sie sagen „Grizzly Bears“ und das Gegenüber „Counterspell“. Und WotC – obwohl sie es eigentlich viel besser wissen müssten – nehmen ihrem Produkt Magic absichtlich diese Möglichkeiten, nur um noch mehr Geld mit einem Spiel zu verdienen das eigentlich nicht ihnen, sondern den Spielern gehören sollte. Ja, sie wollen es all den engstirnigen und lernresistenten Menschen recht machen, die jede Partie mit den Worten „kein LD, keine Counter“ beginnen – oder?

 Ausbalanciert?

Ganz ehrlich? Ich glaube das nicht. Ich gehöre zwar nicht zu der Gruppe von Leuten, die immer wieder behaupten: „Wizards werden schon wissen, was gut für ihr Spiel ist.“ Dafür macht mir das Spiel zu viel Spaß und das Auseinandersetzen mit der Materie „Block-Design“ sowieso. Ich denke gerne darüber nach, was ich wohl anders gemacht hätte, und welchen Weg das Ganze wohl jetzt in Zukunft einschlagen wird. Aber ich habe ganz einfach nie den Eindruck, dass WotC eine Änderung planlos vornehmen. Oder einfach nur, um allen zu gefallen. Immerhin wissen auch WotC ganz genau, dass man durch das Herausnehmen von Counterspell oder die gezielte Schwächung einer Farbe keine neuen Spieler anwirbt. Denn: natürlich wissen diese potentiellen neuen Kandidaten weder um die Stärken und Schwächen einzelner Farben, noch überhaupt von Ihrer Existenz (im spielerischen Sinne – sicherlich haben die meisten diese Farben schon mal gesehen…).

Stattdessen versucht WotC das Spiel möglichst ausgeglichen zu halten. Immer, wenn irgendein Decktyp zu dominant wird und die Balance aus dem Spiel nimmt, reagiert WotC. Entweder schnell – über Bannings oder Restricitions – oder eben etwas langsamer, indem sie in der nächsten Edition die entsprechende Antwort liefern. Beispiele für dieses Verhalten gab es immer wieder – sei es das rasche Banning von Skullclamp zu Zeiten der berüchtigten Affinity-Decks, oder die Suche nach der Lösung für die ewige Dominanz verschiedener Faerie-Varianten nach dem Erscheinen von Bitterblossom: immer wieder waren Wizards bemüht, eine größtmögliche Varianz und Ausgeglichenheit in Ihrem Spiel zu gewährleisten.

Ich kann dabei beim besten Willen keine böse Absicht gegenüber den Control-orientierten Magiern erkennen. Allerdings ist es wohl immer wieder die Farbe blau, die dazu neigt, eine Metagame-Schraube zu dominieren. Seien es die oben erwähnten Faeries, sei es die berüchtigte CounterTop-Engine aus der vorletzten Extended-Saison oder die vielen blauen Karten, die die Eternal-Formate zu dem machen, was sie nun mal sind: immer wieder bieten blaue Karten Möglichkeiten zur Dominanz – auch wenn es vielleicht nicht das klassische Kontroll-Deck ist – und hier schreiten WotC ganz einfach ein!

 Farbenfeinde

Als nächstes auf der Liste der Argumentatoren erscheinen die beiden Kreaturen Great Sable Stag und Mold Adder – beide offensichtlich stark im Kampf gegen Blau. Offensichtlich versuchen auch hier WotC das Gleichgewicht der Farben eindeutig zu Ungunsten von Blau zu kippen. Doch auch hier sein ein „Oder?“ erlaubt.

Mold Adder und Great Sable Stag sind Teil eines Zyklus von Feindfarb-Karten, die sich durch die ganze Edition ziehen. Weiß erhält Baneslayer Angel und Celestial Purge, um klar zu machen, was es von Rot und Schwarz hält. Blau steht im Color-Pie rot und grün gegenüber, was sich in Flash Freeze widerspiegelt. Schwarz ist kein großer Freund von weiß und grün, so dass Deathmark der logische Reprint ist. Und rot hat es nun mal nicht so mit Weiß und Blau, was Ignite Disorder auf den Plan ruft. Mit all diesen Karten stellen WotC ganz einfach die Position der verschiedenen Farben zueinander klar – und dass Gott sei Dank ohne die übertriebene Multi-Color-Landschaft aus dem Alara-Block nochmals zu bemühen. Denn hier haben sie es dann doch übertrieben!

Auch hier ist keine Abkehr von der Balance unter den Farben zu erkennen. Stattdessen erhält jede Farbe das Werkzeug, dass sie gut repräsentiert – vom Waldgeist über den Engel bis hin zum Counter!

Darüber hinaus haben auch die anderen Farben ihre Einbußen zu verzeichnen: Jeder spricht über die offensichtliche Stärke vom Lightning Bolt – aber dafür ist dieser Direct-Damage-Spruch auch immerhin der einzige seiner Art im Common-Slot. Zu Zeiten der 10. Edition fanden sich hier noch Shock und Incinerate wieder. Grün verliert (wahrscheinlich zu recht) völlig unbemerkt mit Aggressive Urge seinen 2. Pumpspell aus dem Common-Slot. Warum konzentriere ich mich so auf den Common-Slot? Nun, weil die Commons nun mal einen Großteil des Kartenpools des Casual-Spielers – und ein Neueinsteiger, der mit M10 das Spielen beginnt ist nun mal ein eben solcher – ausmachen. Was uns zum nächsten Punkt bringt:

Der Neueinsteigereffekt

Bleibt die ernüchternde Frage, warum ausgerechnet der Counterspell unter den Reprints dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, wo ich doch gerade so fleißig argumentiere, dass es WotC wohl nicht darum geht, Blau gezielt zu schwächen. Immerhin werden einige extrem starke Spells wieder neu aufgelegt – allen voran Lightning Bolt, mit dem wohl niemand so richtig gerechnet hatte!

Nun, die Antwort liegt für mich nicht in den zahllosen Spielern, die missmutig mit dem Fuß aufstampfen und „keine Counter“ vor sich hin murmeln. Counter gibt es immerhin noch einige: neben dem eben erwähnten Flash Freeze tummeln sich Negate, Cancel und das neue Essence Scatter in dieser Grundedition. Warum also nicht den Counterspell? Ich denke, weil sie es den Blau-Spielern nicht zu einfach machen wollten, darum.

Ein Counterspell wäre die ideale Lösung auf Alles und damit natürlich immer im Deck des blauen Kontrollmagiers. Mit Negate und Essence Scatter – sogar erfolgreiche Faerie-Decks spielten bereits Splits aus Negate und Remove Soul – ist allerdings eine höhere Herausforderung geschaffen. Der Neuling lernt schneller, sich auf seine Umgebung und die Decks seiner Sparingspartner einzustellen.

Darüber hinaus wäre der Counterspell gerade für Neulinge höchst irritierend. Gerade für Anfänger – die ihre Decks ohnehin meist ein- oder höchstens zweifarbig bauen – machen doch im Kopf noch keinen rechten Unterschied zwischen 1U und UU oder? Sie spielen doch ohnehin Mono-Blau – da ist es egal, ob der Spruch 1U oder UU kostet, nicht wahr? Warum sollte er also für den Spruch der NUR Kreaturen oder NUR alles außer Kreaturen countert genauso viel bezahlen, wie für die Allzweckwaffe? Die logische Konsequenz ist es, die Allzweckwaffe etwas teurer zu gestalten. Warum sollte WotC die Casting-Cost für ihren Standard-Counter – im Moment nun mal Cancel – wieder um 1 nach unten korrigieren?

Der richtige Weg?

Nachdem ich mich nun so lange bemüht habe, das Fehlen des Counterspell argumentativ zu begründen und für gut und richtig zu befinden, die Stärke von Blau und die Schwächen anderer Farben in anderen Faktoren zu finden und WotC eine gewisse Ausgeglichenheit in ihren Entscheidungen zu bescheinigen, bleibt die Frage ob eine Grundedition MIT Counterspell nicht doch die bessere Idee gewesen wäre. Natürlich schwächt das Fehlen von Counterspell reine Kontrollstrategien, und natürlich ist es auch offensichtlich, dass die Wizards das Geschehen des Spiels mehr auf das (neu gewordete) Battlefield verlagern wollen. Die neu angehobene Stärke verschiedener Kreaturen, das Wiederaufleben des Tribal-Themas jetzt schon in der Grundedition (Zombies und Soldaten sind dabei wohl am Besten weggekommen) und die Minimierung von einfachen Antworten sprechen eine deutliche Sprache.

Nimmt dieser Aspekt strategische oder taktische Breite aus dem Spiel? Sorgen die neuen Kampfregeln tatsächlich dafür, dass Combat-Tricks der Vergangenheit angehören? Sind wir wirklich nur noch eine klitzekleine Regeländerung vom 1000/1000-Drachen entfernt, der mal eben vom benachbarten Kiddie-Tisch herüber fliegt?

Oder sorgt die neue Grundedition für gesteigerte Interaktion? Ich bin gespannt, vor allem auf Eure Meinung!

8 Antworten zu Warum Blau keinen Counterspell braucht

  1. atog28 sagt:

    M10:
    Ich sehe in M10 kein ausgeprägtes Tribal-Thema. Da sind ein paar Karten mit Tribalaspekt vertreten, die waren als Appetizer aber in jedem Basisset. Kreaturtypen wie Fledermaus oder Antilope hätte man sich in einem Tribalset gespart.
    Die Anti-Farben-Karten definieren auch schön die Farbidentität und was man diesmal richtig gemacht hat: es gibt keine (ok, kaum noch, diese Gargoyle mal wieder) Artefaktkreaturen. Ja, keine Reinforcements or Refreshments; keine Manticores, keine Gottesanbeterinnen (die ohnehin im Basic Set nicht farblos sein sollten) und keine anderen Golems.
    In so fern ist eine Kreatur, die Schutz vor Blau und Schwarz hat, für Blau und Schwarz tatsächlich nicht zu blocken. Das ist viel besser, als wenn ich dann die Bottle Gnomes mit Unholy Strength hinlegen kann und mich universell geschützt fühle. Weniger Artefaktkreaturen macht diese wertvoller und wertet auch Protection from (color) auf.

    Aggressive Urge:
    Grün erhält mit dem neuen Creature Enchantment Oakenform allerdings eine für das Limited viel stärkere Fassung dazu. Sicherlich ist das kein Combat Trick und vor allem für die Defensive schon von Meilen weit aus zu sehen. Aber auch wenn das Format als langsam tituliert wird (hierfür sprechen die, die sich die Toughness der Monster genau ansehen), ist ein Oakenform als Folgekarte eines Grizzly Bears im Ergebnis eine 5/5 Kreatur die ab der dritten Runde angreift. Oakenform halte ich für einen viel passenderen Ersatz für Aggressive Urge.

    Counterspell
    Ich vermute, dass Wizards sich diesen Reprint noch aufsparen. Um in die Lebensmittelanalogien des Herrn einzusteigen, auf den du dich mit dem Eintrag unbewusst beziehst: in M10 sind einige Süssigkeiten, die die Kinder gerne haben wollen und das Set darum kaufen. Das sind Reprints wie der Lightning Bolt, aber auch neue Karten (mir fallen hier nur Rares ein, Illusionary Servant halte ich für eine interessante Common, wenn man sich auf dem Seltenheitsniveau orientieren will). Wenn man nun alle Süssigkeiten in dieses Set legen würde, dann würden die Kinder das Set zwar begehren wie verrückt, aber die kommenden Sets hätten dann einen viel bitteren Geschmack. Darum muss man Maß halten und genug Süsse hineinlegen, dass es begehrt wird, aber nicht so viel, dass man die Leute überzuckert (oder so – meine Genussmittelmethaphern sind so schlecht).

    Blau wird zwar im Prinzip geschwächt (viel zu spät, hätte man schon vor zehn Jahren – ach – vielleicht sogar zwölf Jahren – den Farbkreis präziser definiert und behutsamer playtesting betrieben, wären einige Fehler nicht erst entstanden), aber das liegt doch nicht daran, dass Cancel als „fairer“ Counterspell jetzt auf drei Mana liegt und nicht auf zwei. So lange Unsummon im Format ist, habe ich kein Problem damit, dem Gegner seine Ameisenkönigin zu bouncen und dann wieder zu countern, wenn er sich nochmal austappt.
    Im Gegenteil, ich würde sogar sagen, dass Wizards jetzt Blau erst ein Gesicht gegeben haben. Bisher war das vielleicht auch der Fall, aber ein anderes Gesicht. Früher hat man einfach zu allem nein gesagt, zwischendurch mal seine Karten gezogen, und wenn man bei 14 Ländern war, den Finisher (Djinn oder Morphling, je nach betrachtetem Zeitpunkt) ausgespielt und weiter nein gesagt. Damals gab es auch viele universelle Counterspells, zum All-Star Counterspell kamen Force of Will, Dissipate oder Forbid hinzu, Power Sink war auch immer da (die inzwischen vollständig bessere Fassung Broken Ambitions ist auch präsent).
    Eigentlich könnte man heute das Deck noch genau so spielen – möglichst universelle Counterspells, wobei Cryptic Command vermutlich der beste Counter seit Alliances ist. Remove Soul war in der Zehnten Edition, wurde von den Blauspielern aber erst spät ernst genommen. Ich habe das jetzt in der Gesamtheit nicht recherchiert, aber während des letzten Jahres hätte man ein blaues Counterdeck spielen können.

    Jetzt kommt das mit dem Gesicht: das hat nicht funktioniert. Niemand hat das blaue Deck, wie man es von früher her kennt, erfolgreich pilotieren können. Woran hat das gelegen? Kein Instant-Carddraw? Cancel kostet ein farbloses mehr als Counterspell?

    Daran glaube ich nicht.

    Tatsächlich ist es einfacher, wenn Carddraw als Instant zur Verfügung steht, oder wenn man weniger für die Sprüche bezahlen muss, aber ich vermute den Fehler im System. Blau hat mit dieser Strategie keinen Erfolg mehr. Wizards will Blau eine neue Strategie geben, und die sieht anders aus. Nun soll ich zunächst kleine, effiziente Evasion-Kreaturen legen und danach mit dem Countern die Strategie des Gegners gerade so weit behindern, dass ich mich durchschummeln kann. Das Cancel ist nicht für den Wren’s Run Vanquisher da, sondern für den Overrun.

    Das Fehlen von Counterspell wird damit aber nicht begründet, es ist höchstens so, dass die Strategie sich nicht sinnvoll umsetzen lässt, ab der zweiten Runde einfach alles zu countern. Heutzutage sind die Kreaturen so effizient, dass Cancel ein Witz wäre. Ok, wenn man sich bemüht, Kreaturen zu countern war das aber schon immer ein schlechter Plan. Viel effizienter war es, das UW-Controldeck zu spielen, mit Icy Manipulator die Anzahl der Kreaturen des Gegners zu erhöhen und dann per Wrath zu entsorgen. Kreaturen countern ist immer 1:1, die mit Wrath zu entfernen kann effizienter sein. Das liegt noch nicht mal daran, dass Tarmogoyf oder Figure of Destiny unter Cancel hindurch schlüpfen, das hätten sie früher auch schon schaffen können. Das sie aber existieren und aggressive Karten in ihrer Flexibilität aufgewertet wurden, bedeutet ein Umdenken auf Control-Seite.
    Zumal man Control gerade insgesamt herunterfährt. Kein Counterspell und kein Wrath sprechen als MVPs des UW Control eine deutliche Sprache. Man will, zumindest im M10-Basisset, diese Spielzeuge nicht zur Verfügung stellen.

    Ich freue mich darüber, man ein anderes Magic zu spielen. Counterspell ist schon seit der 8. Edition nicht mehr dabei, daran hat man sich ja wohl gewöhnt. Wem das jetzt erst auffällt: willkommen im Club. Aktuell fällt der Wrath raus und damit eine weitere Control-Karte. Ich sehe Control wie gesagt als deutlich geschwächt.
    Natürlich ist auch bei einem Controldeck eine gewisse Interaktion möglich – allerdings mit dem Ziel einer stabilen Inaktion auf dem Battlefield. Mir scheint es so, dass Wizards in dieser Zone, die neulich noch „in Play“ hiess, auch „play“ sehen wollen. Dass dort mehr passiert als auf dem Stack, zumindest in „neuen“ oder „kleinen“ Formaten wie Limited, Standard oder Extended; in Vintage und Legacy mag der Stack weiterhin die wichtigere Zone sein. Ich komme daher zu demselben Schluss wie du.

    Eine Edition mit Counterspell wäre nicht schlechter gewesen. Vermutlich aber auch nicht besser. Denn die alte Strategie lässt sich heute nicht mehr realisieren, was ich eher daran festmache was es für andere Karten gibt oder nicht gibt, als an der Karte Counterspell.

    Und natürlich braucht blau Counterspells als Kartengruppe. Blau hat ausser Bounce und Tap (was nicht immer hilft) keine Kontrolle über Permanents; es teilt sich diese Schwäche mit Grün. Witzigerweise ist durch den Roots-Reprint die Chancenkarte aus Homelands jetzt im Basisset, ein Thema, aus dem man nun lange genug nichts gemacht hat. Sleep ist auch so eine erneute Fehleinschätzung – die hätte grün sein sollen, und grün sollte mehr Effekte wie den der Frostmauer bekommen um zumindest auf den Kreaturkampf einzuwirken. Blau bekommt immer noch lieber solche agierende Fähigkeiten und ist im Resultat noch immer stärker als grün. Blau sollte aber eigentlich mehr reaktive Karten erhalten.

  2. atog28 sagt:

    PS – offensichtlich beschäftigt sich auch MaRo mit dem oben genannten Artikel. Hier jedenfalls seine Statements:

    http://www.wizards.com/Magic/Magazine/Article.aspx?x=mtg/daily/mm/47

  3. atog28 sagt:

    Nanu?! Jemand zu Hause?

  4. Seanchui sagt:

    zuhause schon… aber es dauert halt mal wieder länger😉.

  5. atog28 sagt:

    /me holt sich ’nen Snickers.

  6. seanchui sagt:

    damit es nicht viel länger als ein snickers dauert…

    es ist ja schon sehr unhöflich auf ein derart ausführliches feedback nicht zu antworten. erstmal vielen dank dafür.

    mir gefällt die vorstellung, dass blau ein neues gesicht erhalten soll. wobei tap-effekte wie sleep in meinen augen schon sehr blau sind – meine ersten decks spielten alle mit twiddle🙂

    allerdings habe ich auch schon über einen reprint von cs in einer späteren edition nachgedacht – und das würde natürlich diese überlegungen ad absurdum führen…

    ich beziehe mich übrigens bewußt auf einen bestimmten artikel – ich hatte sogar überlegt den eintrag „geschmacksverirrung“ zu nennen🙂. ich glaube aber, maro tut das nicht🙂

  7. atog28 sagt:

    Ich will ja auch nur neuen Content. Mehr will ich ja gar nicht.

    Jo, MaRo weiss eigentlich immer ganz gut, was so Sache ist.

  8. endijian sagt:

    Will ich mich auch mal äußern:
    Ich finde die Verlagerung vom „Stack“ aufs „Battlefield“ sehr interessant. Mir macht Magic so genausoviel Spaß.
    Ich habe allerdings auch länger kein 60-Kartendeck mehr angefasst (höchstens virtuell in Pauper), nur noch 40ziger. Und im 40-Karten-Land spielte das Battlefield ja schon immer eine wichtigere Rolle.
    Wenn ich mir die 60er-Standarddecks der letzten Zeit ansehe, dann hätte ich mir allerdings den CS gewünscht. Einfach nur, um in das Midrange-Gewurste eine klarere Struktur a la „Aggro-Agrrokontrolle-Kontrolle“ zu bringen. Aaaber dieses Gewurste könnte auch am Manafixing der jetzigen Zeit liegen. Also:
    Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Zendikar.
    Mal sehen, wie sich 60erland dann entwickelt.

    A propos Zendikar:
    Wenn ich CS zurückbringen wollte, dann würde ich es dort tun.

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