Selbsterkenntnis ist der erste Schritt…

…auf dem Weg zur Besserung!

Hallo zusammen!

Nach dieser hochtrabenden Ankündigung werde ich wohl erstmal ein wenig Musik zwischenschieben, um den restlichen Text etwas aufzulockern:


Metallisches NICHT-Computerspiel: Diablo

Tja, also, was will ich mit dieser hochtrabenden Einleitung sagen? Ich habe mir – wie in letzter Zeit üblich – Gedanken um diesen meinen Blog gemacht. Warum? Weil ich einfach zu wenig schreibe. Nicht, weil ich keine Lust hätte. Zeit ist sicherlich ein Faktor. Doch mir mangelte es auch mal wieder an Ideen. Und was geschah dann?

Ich reichte Artikel bei MagicUniverse ein. Ja, so einfach ist das ganze. So einfach vielleicht doch nicht. Der gute atog28 schrieb in seine Antwort:

„man muss einfach sein Ding machen, dann bleibt man auch ehrlich.“

Ich erinnerte mich, dass EvilBernd mir so etwas ähnliches auch einmal geschrieben hatte (kurz nach meinem „Umzug“, um das Wort „Flucht“ nicht zu gebrauchen…), doch ich hatte es damals nicht verstanden. Und jetzt? Jetzt denke ich, es verstanden zu haben?

Ja.

Als ich begann zu bloggen, war ich nur ein einfacher Casual-Gamer. Ab und zu mit den Kumpelz zocken, hier und da mal ein verrücktes Deck bauen und Feierabend. Das war’s. Ich ging rein mit der Tatsache, dass ich mir Artikel über dieses Spiel durchlese, bereits viel weiter, als die meisten meiner Sparingspartner. Die zocken nur, mehr braucht’s nicht. Um ehrlich zu sein, nehmen wir es mit dem Stack auch nicht so hundertprozentig genau, wenn es den Spielfluß fördert. Und wenn einer mal eine Karte vergisst zu ziehen, dann darf er das manchmal sogar nachholen.

Das bloggen bereitete mir unglaublich viel Spaß. Ich schreibe ohnehin gerne (auch wenn viele meiner Kurzgeschichten mit dem letzten Rechnercrash den Bach runtergegangen sind) und hier hatte ich ein wunderbares, neues Betätigungsfeld um überschüssige Energie loszuwerden. Meine ersten Einträge beschränkten sich dann auch auf das, was ich konnte: alte Decks von mir vorstellen, um Ideen einzuholen; ein bißchen was über Flavor… hier mal ein Gateway-Bericht, dort ein PreRelease und hin und wieder ein knapper Absatz darüber, wie ich mit meinen Freunden Decks getestet hatte. Alles war wunderbar.

Dann kam der Fehler. Ich wollte mehr. Prinzipiell ist das sicherlich kein Fehler. Ich wollte den Blog (oder heißt es DAS Blog?) mit mehr leben füllen, und begann an Turnieren mitzuspielen. Aber ganz ehrlich – um mich wirklich in kompetitives Magic einzuarbeiten mangelt es mir an einer der wichtigsten Ressourcen: Zeit. Es benötigt Zeit, um auf Turnierniveau zu spielen, Zeit, die ich nunmal nicht habe. Klar kann ich da ein wenig mitspielen und auch nicht als Volldepp dastehen, aber erfolgreich? Nein. So folgten dann ein schlecht vorbereiteter Grand-Prix-Trial, ein lausiges FNM und kurz danach mein… ähm, wie war das? Ach ja, Umzug. Kurz danach mein Umzug.

Nun ist mir klar geworden – das war blödsinnig. Nicht, es mal mit Turnieren zu versuchen, die Spiele haben mir Spaß gemacht und ich war auch von der Gesellschaft meist ganz angetan. Das ist es nicht. Aber das alles zu tun, um meinen Blog mit Gewalt vollzukriegen – das war eben blödsinnig. Warum beschränke ich mich nicht einfach auf die Dinge, die ich kann und blogge dafür halt etwas unregelmäßiger, dafür mit Inhalt?

Eine sehr gute Frage. Ich beantworte sie mir jetzt einfach mal selbst. Ich tue es einfach nicht mehr. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Mein Blog ist ein Casual-Blog, nein MEIN Casual-Blog. Casual als Definition gibt’s nicht. Und ich bin ein ganz einfacher Casual-Gamer der ab und zu mit seinen Freunden zockt, den Stack nicht so hundertprozentig genau nimmt und ab und zu eine Karte nachziehen läßt. So schaut’s aus. So macht’s mir Spaß und darüber werde ich zukünftig wieder mehr schreiben. Ich kann niemandem wertvolle Tipps für’s FNM geben (auch, wenn ich mir eine platte Metagame-Analyse a la 10% rot, davon 40% mit Skred zutrauen würde). Aber es ist nicht mein Gebiet und damit Feierabend.

„man muss einfach sein Ding machen, dann bleibt man auch ehrlich.“

Quote. Recht hat er. Danke, atog28. Sicherlich findet sich hier auch zukünftig der ein oder andere Hinweis auf Dinge, die in der Community geschehen. Vielleicht zocke ich auch noch mal ein FNM, wenn’s mir Spaß macht. Aber hauptsächlich wird das hier MEIN Casual-Bereich sein. Dafür stehe ich nun mal mit diesem Namen: Tapped: Seanchui’s Casual Blog. Und – warum auch nicht?

Also, nachdem ich – wieder mal – den Sinn des Lebens neu verstanden habe, denke ich tatsächlich auch wieder über einen erneuten Umzug auf einen etwas … öffentlicheren Platz nach. Aber so weit bin ich noch nicht.

Wir lesen uns
Seanchui

5 Antworten zu Selbsterkenntnis ist der erste Schritt…

  1. atog28 sagt:

    Nice one!

    Wir lesen uns

    QFT

  2. Seanchui sagt:

    Mal so ne ganz blöde Frage… wofür steht eigentlich dieses QFT? Quote… irgendwas?

  3. […] Tapped – Seanchui’s Casual Blog Just another WordPress.com weblog « Selbsterkenntnis ist der erste Schritt… […]

  4. Fan sagt:

    Hey,
    ich selbst kann die Sache mit dem Blog, eigentlich DAS Blog, gut verstehen.
    Aus denselben Zeitgründen, die du angeführt hast, nehme ich an der Community derzeit nicht teil. Ich hab dafür einfach zu wenig Zeit.

    Gute Einstellung jedenfalls und dein Text hat mir als Text echt gefallen!
    Grüße

  5. […] lange. Dieser Blog hier ist der Beweis. Ich schaffte mir einen neuen Blog an, einhergend mit der Erkenntnis, dass ich einfach nur Casual zocken und schreiben wollte. Seitdem blogge ich fröhlich, ohne […]

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