eigentlich…

…wollte ich nicht anstelle von Kommentaren immer Blogeinträge verfassen. Aber das hier könnte umfangreich werden😉. Atog’s Antwort ist dann doch was knapp😉.

Aaaalso, bei DSA muß man zwischen den Brettspielen und dem Rollenspiel deutlich unterscheiden. Die verschiedenen Brettspiele sind im Prinzip stinknormale Gesellschaftsspiele mit eigenen Regeln. Ich habe davon nur mal eines gespielt, in dem ein Spieler die Monster übernahm und jeder andere Spieler einen Helden. Ziel war es, die Monster auszuschalten und Schätze aus einem Verlies herauszuholen, während der Spieler der Monster natürlich das Ziel hatte, genau das zu verhindern.

Regeltechnisch funktionierte es wie Mensch-ärgere-Dich-nicht: es wurde gewürfelt, anhand von Feldern auf dem Spielbrett konnte man feststellen wie weit welche Figur bewegt wurde. Die Spieler waren abwechselnd dran und wenn zwei Gegner (Monster und Held) aufeinander trafen, wurde gewürfelt um zu schauen, wie der Kampf ausging.

Die Brettspiele haben KEINE durchgängige Storyline und fangen immer wieder von vorne an.

Das Rollenspiel wiederum spielt sich völlig anders:

Jeder Spieler bringt einen Helden mit. Dieser besteht nur aus einem Stück Papier, auf dem bestimmte Spielwerte eingetragen sind. So werden Eigenschaften (wie Mut, Klugheit, Gewandheit, Körperkraft) festgelegt, Lebenspunkte, Talente (wie Schneidern, Schwertkampf, Singen etc.) und Ausrüstung (Waffen, Rüstungen, Pfeife und Tabak…). Bei DSA gilt: Je höher ein Wert, desto besser, sie bewegen sich meist zwischen 10 und 20.

Diese Werte variieren von Held zu Held: Ein Krieger hat meist höhere Körperkraft, bessere Waffen und mehr Mut. Dafür ist der Zauberer oft klüger und kann halt zaubern, dafür aber keine Rüstungen tragen und sowas. Der Barbar ist unheimlich stark aber ziemlich dumm, der Elf kann gut Bogenschießen – all sowas eben. Wie bei einem Computerrollenspiel, wobei man sich hier in bestimmten Rahmen wesentlich freier bewegen kann.

Ziel des Spiels ist es nun, diesen Zahlen Leben einzuhauchen: Als Spieler erklärt man immer, was der Held gerade macht und wie er es macht – entweder in der ICH-Perspektive (ich ziehe mein Schwert und greife brüllend an) oder aus der Vogelperspektive (Hägar zieht sein Schwert und greift an). Dabei ist es im Idealfall schön, wenn man die Eigenschaften seines Charakters mit einbezieht und beachtet: ist mein Held mutig genug, diesen hoffnungslosen Angriff zu wagen? Würde er nicht eigentlich eher verhandeln? Oder gar fliehen? Man spielt eine völlig andere Persönlichkeit, die sich von der eigenen durchaus unterscheiden sollte!

Gespielt wird so: Der Meister – der einzige, der keinen Helden dabei hat – beschreibt ein Szenario: „Ihr sitzt in einer Kneipe. Die Luft ist rauchverhangen. Der Wirt hat euch grade 4 Humpen mit Bier gebracht. Der Raum ist recht laut. Plötzlich betreten Wächter der Stadt den Raum und rufen Eure Namen. Was macht Ihr?“ Nun kann die Heldengruppe entscheiden, was zu tun ist. Reden? Flüchten? Ohne zu Fragen kämpfen? Ziel ist es einfach nur, dass alle Spaß haben, nicht das eine der beiden Gruppen „gewinnt“ – also Helden oder Meister. Und üblicherweise erzählt der Meister eine längere Geschichte, ein Abenteuer. Die Helden entscheiden sich zu reden. Dann werden sie gefangen genommen und landen im Kerker. Ziel ist es nun, zu fliehen und dann heraus zu finden, welches Verbrechen sie begangen haben sollen und dann den wahren Übeltäter zu finden. So als Beispiel.

Die Regeln bei einem Rollenspiel sind meist recht komplex: immer, wenn der Ausgang einer Situation ungewiss ist (wie im Kampf, ein lebensgefährlicher Sprung, eine Tür aufbrechen…) wird auf eine Eigenschaft des Helden eine Probe mit einem Würfel abgelegt: Er will eine Tür einrennen? Dann würfelt er gegen seine Körperkraft. Bei DSA muß er mit einem zwanzigseitigen Würfel UNTER seinen Körperkraftswert werfen – darum gilt für die Werte auch: je höher, desto besser, denn um so einfacher sind sie zu unterwürfeln.

Ob die Helden sich weiterentwickeln sollen oder immer neu erschaffen werden ist dem Geschmack der Spielgruppe überlassen. Die meisten bevorzugen es aber, über viele Jahre hinweg die gleichen Charaktere durch die Abenteuer zu führen und ihnen bei der Entwicklung – ja, ganz wie beim Marienhof😉 – zuzusehen.

Etwas ausführlicher geworden😉.

Gruß
Seanchui

PS: Beim nächsten Mal soll es dann doch wieder ein bißchen um Magic gehen😉

5 Antworten zu eigentlich…

  1. Fan sagt:

    Hey,
    ich bedanke mich an dieser Stelle erstmal für Atogs amüsante Antwort!

    Das was ihr hier beschrieben habt, ist genau das, was ich ursprünglich wissen wollte.

    Vielen Dank, jetzt habe sogar ich DSA einigermaßen begriffen.

    Hört sich nett an.

    Grüße

  2. seanchui sagt:

    jupp. Macht auch Spaß😉

  3. Fan sagt:

    Kann ich mir vorstellen.

    Mich hat allerdings auch schon immer der rein schritfliche Mutant von DSA, also Schreibrollenspiele, begeistert.

    Ich komme eigentlich eher aus der Schreiberecke als aus der Magicecke, aber who cares.

    Grüße

  4. atog28 sagt:

    Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.🙂

  5. Fan sagt:

    Doch, dein Avatar ist grüner als meiner!

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